KONSUMENT.AT - Lebensmittelherkunft - Regionale Herkunft

Lebensmittelherkunft

Rotweißrote Spuren

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Konsument 10/2010 veröffentlicht: 16.09.2010

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Bio-Handelsmarken

„Ja! Natürlich“, „Natur pur“, „Zurück zum Ursprung“ etc. sind Bio-Handelsmarken. Inhaltlich gibt es unterschiedliche Ausrichtungen, was die Herkunft der Rohstoffe betrifft. „Zurück zum ­Ursprung“ (Hofer) ­etwa setzt auf Regiona­lität, während sich die zweite Biolinie des Diskonters – „Natur aktiv“ – keine so engen Grenzen setzt.

„Ja! Natürlich“ (Billa, Merkur) und „Natur pur“ (Spar) legen zwar in die Milch- und Fleischregale fast ausschließlich heimische Ware, in den anderen Abteilungen wird es aber streckenweise verwirrend. Während leicht nachvoll­ziehbar ist, dass Reis nicht aus Österreich stammen kann, bleibt unklar, warum die Tiefkühlkarotten oder das Rotkraut bei Spar aus Deutschland kommen, bei Billa und Merkur hingegen aus Österreich.

Genuss nach Regionen

Um regionale Produkte und Herstellungsweisen geht es bei den inzwischen 113 ­„Genussregionen“. So verschieden wie die Erzeugnisse, so verschieden sind auch die Herstellungsrichtlinien. Gemeinsam ist ihnen, dass die Produkte in der jeweiligen Genussregion erzeugt werden müssen.

Beim „Pinzgauer Rind“ ist die Art­erhaltung der gleichnamigen Rinderrasse das Ziel. Beim „Innviertler Surspeck“ wiederum steht die traditionelle Verarbeitungs­methode im Vordergrund. Auch bei scheinbar einfachen Produkten wie etwa der „Kittseer Marille“ liegt der Teufel im Detail. Klarerweise müssen die Bäume in und um Kittsee stehen.

Doch zusätzlich zur tra­ditionellen Sorte „Ungarische Beste“ – die eine nahe Verwandte der „Wachauer Marille“ ist – dürfen inzwischen auch ­Sorten angebaut werden, bei denen das Augenmerk mehr auf die Lagerfähigkeit (sprich Supermarkttauglichkeit) gelegt wird als auf den Geschmack.

Label "gut so!"

Mit regionalen Produkten von kleineren Herstellern möchte das Label „gut so!“ punkten. Die Marke befindet sich erst im Aufbau und wird von der fairea GmbH betreut, einer 100-prozentigen Tochter des Ökosozialen Forums. Das ist ein nicht gewinnorien­tierter Verein, in dem der österreichische Bauernbund ebenso vertreten ist wie das Landwirtschaftsministe­rium oder auch Raiffeisen. Präsident ist der ehemalige Landwirtschaftsminister und EU-Agrarkommissar Franz Fischler.

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