KONSUMENT.AT - Maroniofen und Messer - Maroniofen: nicht unbedingt nötig, aber praktisch

Maroniofen und Messer

Helfer beim Maroni braten

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KONSUMENT 12/2015 veröffentlicht: 16.10.2015

Inhalt

Elektrischer Maroniofen

Unseren Kurztest hat ein elektrischer Maroniofen der Marke Stöckli zu 49,90 Euro (Aktionsangebot) aus dem Geschirrfachhandel absolviert. Das Gerät aus verchromtem Stahlblech setzt sich aus mehreren Teilen zusammen: einem Emailtopf mit gelochtem Topfboden. Unter diesem Boden befindet sich eine frei liegende Heizschlange; Deckel und Topf sind mit Kunststoffgriffen ausgestattet. Das abnehmbare Anschlusskabel hat eine Länge von 160 cm.

Kurz vorheizen und los geht’s

Den Maronibräter auf eine ebene Arbeitsfläche stellen. Gut eignet sich beispielsweise die Glaskeramikplatte des E-Herdes. Netzstecker einstecken, Gerät einschalten und fünf bis zehn Minuten vorheizen. Dann die am besten mittels Sprühflasche befeuchteten Maroni mit der eingeschnittenen Stelle nach oben in den Bräter legen. 30 große Maroni haben Platz. Etwa 20 Minuten mit geschlossenem Deckel braten. Während des Bratvorgangs öfter wenden.

Maroniofen; Bild: U. Payer/VKI Maroniofen von Stöckli
Maroniofen: Die Schale färbt sich am Ende der Garzeit dunkel, ein Duft wie beim Maronibrater entsteht. Bild: U. Payer/VKI 30 Maroni haben Platz. Gegen Ende der Garzeit sehen die leckeren Früchte wie beim Maronibrater aus.
Maroniofen von Stöckli: Maroni sehen nach dem Garen so aus wie beim Maronibrater und schmeckn auch so. Bild. U. Payer/VKI Maroni bei geschlossenem Deckel garen.

Fazit: Die Maroni platzen gut auf, die Schale löst sich leicht von den Früchten. Gegen Ende der Garzeit nimmt die Schale eine dunklere Farbe an. Und die Maroni sehen tatsächlich so aus wie beim Maronibrater an der Straßenecke. Zudem duften und schmecken sie auch so. Allerdings hängt der Geschmack nicht nur von der Art und Weise des Bratens, sondern auch von der Maronisorte ab.
Der Maroniofen eignet sich außerdem zur Zubereitung von Folienkartoffeln.

Den Topf kann der Koch an den Kunststoffgriffen anfassen. Sie leiten die Hitze nicht. Aufpassen heißt es trotzdem: der Topf wird sehr heiß, auch die Heizspirale erreicht eine sehr hohe Temperatur. Vorsicht daher, wenn  Kinder und Haustiere im Haushalt sind.

Die Anschaffung eines Maronibräters ist vor allem eine Preis- und Platzfrage. Unbedingt nötig ist so ein Gerät nicht. Gar werden die leckeren Früchte auch im Backofen. Den bekannt herrlichen Duft vermag der herkömmliche Ofen den bratenden Maroni jedoch nicht zu entlocken.

Tipps zur Zubereitung

  • Einwandfreie Früchte. Grundsätzlich nur frische Maroni verwenden. Diese lassen sich daran erkennen, dass sie schwer wirken und keine Löcher oder beschädigte Stellen aufweisen.
  • Schwimmprobe.  Zur Probe kann man sie in ein Gefäß mit Wasser legen. Frische Früchte gehen unter. Schwimmen sie obenauf, zeigt das, sie sind schon älter und trocken.
  • Befeuchten. Zum Schutz gegen Austrocknen die Maroni vor dem Braten mit Wasser besprühen und auch während des Bratvorgangs nochmal anfeuchten. Beim Garen im Backofen ein Gefäß mit Wasser auf das Backblech stellen.
  • Leichter öffnen. Maroni nach dem Braten in eine Schüssel, die mit einem feuchten Tuch ausgelegt ist, einschlagen. Dadurch lassen sie sich besser öffnen.

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