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Multivitaminpräparate

Überflüssig

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Konsument 12/2009 veröffentlicht: 11.11.2009

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Schädliche Vitamine

Heilsversprechen der Hersteller zur Einnahme hoch dosierter Vitaminpräparate sind skeptisch zu beurteilen.

Entgegen den Werbebotschaften kommen jüngere wissenschaftliche Studien zu dem Schluss, dass Vitaminpräparate weder Krebs- noch Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder den Nebenwirkungen einer Krebstherapie vorbeugen.

Vitamin E und C

So zeigte eine Untersuchung an 35.000 gesunden Männern, dass Nahrungsergänzung mit Vitamin E und C sowie Selen keinen Einfluss auf das Auftreten von Krebserkrankungen (insbesondere Prostatakarzinom) hat. Zum gleichen Schluss kommt eine weitere große Studie. Durch die Einnahme von Vitamin C und E ergibt sich auch keine Minderung des Risikos für Herzinfarkte.

Studie vorzeitig abgebrochen

Es drohen vielmehr sogar gesundheitsschädliche Konsequenzen: Eine Studie wurde vorzeitig abgebrochen, weil es bei Einnahme von Vitamin E zu einer erhöhten Rate an Schlaganfällen aufgrund einer Blutung im Gehirn (hämorrhagischer Insult) kam.

Orthomolekulare Medizin

Unter diesen Gesichtspunkten ist auch von der Einnahme von Präparaten aus der sogenannten orthomolekularen Medizin dringend abzuraten. Sie empfiehlt im Regelfall eine wesentlich höhere tägliche Zufuhr an Vitaminen und Mineralstoffen als naturwissenschaftliche und medizinische Erkenntnisse es rechtfertigen.

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Kommentare

  • Vitamin D3
    von nino73 am 07.05.2014 um 05:00
    Mein Hausarzt stellte am 1.4.14 diesen Wert fest: 16.7 ng/ml (im Graubereich, optimal wären 50 ng/ml). Als ich am 4.4.14 den Befund abholte, schlug er mir keine VitaminD3-Substitution vor. Ich werde in einer Woche nochmals seine Praxis aufsuchen und ihn gezielt darauf ansprechen. Mal hören, was er sagt.
  • Neutral?
    von Benuzter gelöscht am 08.10.2011 um 20:09
    Ich bin großer Fan von Konsument und lese Ihre Artikel wirklich gerne. In diesem Beitrag fehlt mir jedoch die notwendige Neutralität. Für manche Personengruppen kann es auch sinnvoll sein, Vitaminpräparate zu sich zu nehmen.
  • Studien
    von fontalloro am 23.11.2009 um 15:11
    Ich hätte mir eine Angabe der Studien erwartet!