KONSUMENT.AT - Pestizide in Lebensmitteln - Mehrfachrückstände

Pestizide in Lebensmitteln

Auswirkungen von Rückständen

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veröffentlicht: 08.03.2018

Inhalt

Was versteht man unter Mehrfachrückständen in Lebensmitteln?

Anders als früher kommt es inzwischen nicht mehr so oft vor, dass die gesetzlichen Höchstwerte einzelner Pestizide (Schädlingsbekämpfungsmittel) überschritten werden.

Wechselwirkungen nicht erforscht

Aber immer häufiger werden immer mehr Pestizide in einem Lebensmittel nachgewiesen. Noch ist größtenteils unklar, ob und wie die einzelnen Wirkstoffe miteinander reagieren. Es könnte sein, dass sie sich in ihrer Wirkung nicht nur addieren, sondern sogar verstärken.

Falls das stimmt, müssten neue Sicherheitsbewertungen vorgenommen werden, bei denen das Risiko von Wechselwirkungen stärker beachtet wird.

Empfindliche Produkte häufiger belastet

Nach der Anwendung von Schädlingsbekämpfungsmitteln sind die jeweils vorgegebenen Wartezeiten einzuhalten. Trotzdem kann als Faustregel gelten, dass empfindliche Produkte wie Beeren, Marillen, Birnen, Paradeiser oder Paprika häufiger Pestizidrückstände enthalten als die verschiedenen Kohlarten, Karotten oder Erdäpfel.

Bewertung in Arbeit

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und die jeweiligen Behörden der EU-Mitgliedstaaten arbeiten an Konzepten, die künftig Mehrfachrückstände bei der Bewertung mit berücksichtigen.

Mehrfachrückstände in Lebensmitteln werden derzeit nicht beurteilt. Das wäre im Sinne eines vorbeugenden gesundheitlichen Verbraucherschutzes jedoch wichtig. 20 oder gar 30 verschiedene Pestizide in einem Lebensmittel sollten nicht "erlaubt" sein – auch wenn jedes einzelne unterhalb des gesetzlichen Höchstwertes bleibt.

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