Pilze

Tipps für Schwammerljäger

Seite 3 von 4

Nächsten Inhalt anzeigen
Konsument 8/1999 veröffentlicht: 01.08.1999

Inhalt

Pilze gehören dem Waldbesitzer

Laut Gesetz sind die natürlichen Früchte des Bodens Eigentum des Grundbesitzers. Zwar können die meisten Schwammerljäger davon ausgehen, dass ihr Treiben geduldet wird, aber der Grundeigentümer kann es auch verbieten. Unabhängig davon regelt das Forstgesetz die Sachlage. Werden unbefugt mehr als zwei Kilogramm Pilze „pro Person und Tag“ mitgenommen, kann dies eine Verwaltungsstrafe bis 2000 Schilling nach sich ziehen. Das heißt jedoch nicht, dass umgekehrt das Sammeln dieser Menge grundsätzlich erlaubt wäre. In einigen Bundesländern kommen nämlich Auflagen aus Naturschutzgründen hinzu. In Salzburg darf in den Sommermonaten nur in der Zeit von 7 bis 19 Uhr, ab 1. Oktober nur von 7 bis 17 Uhr gesammelt werden. In Kärnten können Pilzliebhaber nur vom 15. Juni bis 30. September von 7 bis 18 Uhr auf die Pirsch gehen.

Der Speitäubling führt zu Durchfall und Erbrechen.

Ganz drakonisch sind die Regelungen in Tirol. Dort gibt es eine eigene Pilzschutzverordnung, die das Sammeln nur an geraden Tagen zwischen 7 und 19 Uhr erlaubt. Außerdem ist nur eine Beute von einem Kilo pro Person und Tag erlaubt. Diese Beschränkungen gelten das ganze Jahr. Ein Sprecher der Landesregierung: „Wir haben es hier mit einer echten Pilzmafia‘ zu tun. Unsere italienischen Nachbarn kommen ausgerüstet mit Funkgeräten herüber und räumen unsere Wälder leer. Zu Hause verkaufen sie die gesammelten Speisepilze für umgerechnet dreitausend Schilling das Kilogramm. Da bleibt uns nichts anderes übrig, als möglichst hart durchzugreifen.“ In Südtirol braucht man zum Sammeln eine gebührenpflichtige Genehmigung.

Inhalt

Bewertung

Wertung: 5 von 5 Sternen
1 Stimme
Weiterlesen
KONSUMENT-Probe-Abo