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Champion Champignon

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Konsument 11/2000 veröffentlicht: 01.11.2000

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Wild wachsende Champignons

Der Wiesenchampignon ist bei uns vom Spätsommer bis in den Herbst vor allem auf Wiesen und Weiden zu finden. Seine zunächst rosafarbenen Lamellen dunkeln allmählich nach, bis sie zuletzt dunkelbraun, ja fast schwarz sind.

Zu den verwandten Arten zählen der Anisegerling, der ähnlich aussieht, nur größer wird, und der Waldchampignon oder Waldegerling, der im Anschnitt eine intensive rote Fleischfärbung aufweist.

Allerdings gibt es auch einen Giftpilz unter den Champignonarten, den Karbolegerling. Sein Anschnitt verfärbt sich chromgelb. Man erkennt den Karbolegerling aber auch an seinem „tintigen“ Geruch. Viele Pilzfreunde schrecken vor dem Sammeln wilder Champignons jedoch aus einem anderen Grund zurück: Sie sehen dem giftigsten aller heimischen Pilze ähnlich – dem Knollenblätterpilz, der zur selben Zeit wächst und teils einzeln, teils in Gruppen heranreift und weder durch einen verdächtigen Geruch noch Geschmack auffällt.

Wer sich jedoch beim Sammeln ein bisschen Zeit nimmt und genauer hinschaut, wird Champignons trotzdem leicht von Knollenblätterpilzen unterscheiden können. So ist der Knollenblätterpilz schon beim Hervorbrechen an seinem gelblich-grünen Hut mit mehreren obenauf liegenden Hautfetzen zu erkennen. Der Hut wird allerdings später weiß und die Hautfetzen kann der Regen wegspülen. Damit werden die Lamellen, die beim Knollenblätterpilz stets weiß sind und weiß bleiben, also nicht wie bei Champignons eine rosa oder braune Tönung zeigen, zum wichtigen Unterscheidungskriterium. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist die runde Knolle am Ende des Stiels, die sich wie Watte anfühlt und die der Knollenblätterpilz lange behält.

Nicht nur wegen der Verwechslungsgefahr greifen die meisten Konsumenten heute auf die Zuchtchampignons zurück. Sie sind, anders als ihre wild wachsenden Verwandten, das ganze Jahr über erhältlich. Auch aus ernährungsphysiologischer Sicht spricht nichts gegen die Zuchtvariante, denn Champignons zeichnen sich – egal woher sie kommen – durch geringe Energiedichte (100 Gramm enthalten 15 kcal) und Fettarmut (100 Gramm enthalten 0,2 g Fett) aus. Dafür enthalten sie neben einem Hauch von Eiweiß besonders viele B-Vitamine sowie Vitamin D.

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