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Prebiotische Lebensmittel

Design für den Darm

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Konsument 3/2004 veröffentlicht: 18.02.2004

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Prebiotika sind Ballaststoffe

Die Absolution für das ungesunde Völlern im paradiesischen Schlaraffenland liegt also in winzigen Einheiten an Lebensmittelzusätzen. Was uns die Natur bei ausgewogener Ernährung ohnehin schenkt – Vollkornbrot oder auch Müsli haben einen natürlichen Ballaststoffgehalt –, das kann die Industrie nun auch „nachdesignen“.

Unverdauliches Bakterienfutter

Als Prebiotika werden unverdauliche Lebensmittelbestandteile bezeichnet, die die Aktivität von bestimmten Bakterienstämmen im Darm fördern und so eine positive Wirkung haben sollen. Inulin und Oligofruktose sind Prebiotika, die zur Gruppe der Fruktane zählen (sie werden allgemein als Oligofruktane oder Oligosaccharide bezeichnet; oftmals werden die Begriffe synonym verwendet). Sie sind im Pflanzenreich weit verbreitet und kommen beispielsweise in Wurzeln, Knollen oder Zwiebeln von Zichorie, Knoblauch, Topinambur, Lauch, Spargel, Gemüsezwiebeln oder in Bananen vor. Industriell gewonnen werden sie aus Pflanzen wie Zichorie oder Sojabohne, sie können aber auch synthetisch aus Saccharose (Haushaltszucker) hergestellt werden.

Hohe Erwartungen an Prebiotika

Einer diffusen Definition stehen allerdings hohe Erwartungen an Prebiotika gegenüber: Sie sollen das Wachstum von Darmbakterien forcieren und so eine günstige Dickdarmflora herstellen, also idealerweise das Wachstum Milchsäure bildender Bakterien anregen, ohne gleich im oberen Verdauungstrakt vom Körper aufgenommen zu werden.

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