Radieschen

Willkommen zur Diät

Seite 2 von 7

Nächsten Inhalt anzeigen
Konsument 5/2001 veröffentlicht: 01.05.2001

Inhalt

Viele Formen – bei uns nur rot

Oft wird das Radieschen für eine Zwergform des Rettichs gehalten, doch handelt es sich genau genommen um zwei Varietäten derselben Art. Radieschen sind kleiner als Rettiche. Die meisten Sorten sind kugelig rund, sie können aber auch länglich ovale oder zylindrische Formen haben. Die Farbe variiert zwischen weiß (bei uns sehr selten), gelb (noch seltener), gelbbraun (auf unseren Märkten nicht zu finden) sowie violett und rot. Es gibt aber auch zweifärbige Sorten – rot-weiß gestreift oder halb weiß und halb rot. Innen sind Radieschen stets weiß oder zumindest cremefarben. Auf Österreichs Märkten sind jedoch fast nur rote Radieschen zu finden. Schade, da die zweifarbigen auch geschmacklich eine weitere erfrischende Variante darstellen.

Pro Kopf Verbrauch

Und ein Blick nach Frankreich macht deutlich, dass Vielfalt im Angebot offenbar auch mit größeren Konsummengen einhergeht. Während die Franzosen, die zwischen mehreren Sorten wählen und somit auch eine farblich attraktive Abwechslung auf ihre Rohkostteller bringen können, etwa ein Kilogramm Radieschen pro Kopf und Jahr verzehren, nimmt sich die in Österreich konsumierte Menge mit nicht einmal einem Viertelkilo pro Kopf sehr bescheiden aus.

Ursprung und Heimat

Der Ursprung des Radieschens bleibt unklar, auch wenn man weiß, dass der Rettich zu unseren ältesten Kulturpflanzen gehört. Seine Heimat wird in Vorderasien oder China vermutet, wo auch wilde Formen gefunden wurden. In japanischen Ziergärten spielten sie schon im Altertum eine wichtige Rolle. Radieschen waren auch schon den frühen ägyptischen Hochkulturen sowie den antiken Griechen bekannt. In Zentraleuropa sind radieschenartige Rettich-Formen nachweislich erstmals im 16. Jahrhundert aufgetaucht.

Essvariationen

Gegessen wird das Radieschen fast ausschließlich roh, in Scheiben geschnitten oder geraspelt und gesalzen aufs Butterbrot, als Salat angerichtet oder auf Rohkostplatten. Allzu häufig werden sie nur als hübsche Garnierung verwendet, als rote Tupfer im grünen Salat, auf dem kalten Buffet oder als Röschen geschnitten und in kaltes Wasser getaucht, damit sich die Knollen hübsch öffnen. Dabei geht allerdings auch der feine Geschmack leicht verloren.

Bewertung

Wertung: 0 von 5 Sternen
Weiterlesen
KONSUMENT steht jetzt auch als E-Paper zur Verfügung!