Radioaktivität in Eierschwammerln

Kaum belastet

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Konsument 8/1999 veröffentlicht: 01.08.1999

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Pilze speichern Schadstoffe

Wildpilze können vor allem abhängig von der Region, in der sie gewachsen sind, der Bodenbeschaffenheit und abhängig von der Pilzart selbst mehr oder weniger stark Schad- stoffe speichern. Besonders hohe Cäsiumbelastungen werden zum Beispiel nach wie vor bei Maronenröhrlingen festgestellt. Von den auf Märkten angebotenen Pilzarten können wiederum Eierschwammerln stärker mit Cäsium belastet sein als Steinpilze. Zuchtpilze, wie etwa Zuchtchampignons, Austernpilze und Shitake, sind üblicherweise kaum bis gar nicht kontaminiert.
Nach dem Reaktorunfall lag der Cäsium-Grenzwert von Pilzen bei 111 Becquerel (3 Nanocurie), bereits seit geraumer Zeit ist er EU-weit mit 600 Becquerel (16,2 Nanocurie) festgesetzt. Gemäß Strahlenschutzgesetz werden im Rahmen der Strahlenüberwachung heimische und importierte Pilze unter der Leitung des Bundeskanzleramtes neben diversen anderen Lebensmitteln routinemäßig und stichprobenartig auf Kontaminierung überprüft. Im Untersuchungszeitraum 1996 und 1997 wurden nur mehr bei einigen wenigen Eierschwammerlproben Werte über dem Grenzwert festgestellt, bei Steinpilzproben gab es keine Grenzwertüberschreitungen.

Bild: VKI