KONSUMENT.AT - Räucherlachs - Testkriterien

Räucherlachs

Ein Fall für Mr. Anonym

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Konsument 2/2010 veröffentlicht: 19.01.2010, aktualisiert: 27.01.2010

Inhalt

Testkriterien

Anfang Oktober 2009 wurden eine offene und 19 Proben abgepackter Räucherlachs eingekauft. Alle Produkte, ausgenommen die offen eingekaufte Probe, wurden bis zum Ende der Mindesthaltbarkeitsfrist (MHD) unter kontrollierten Bedingungen – gekühlte Lagerung laut Packungsangaben – aufbewahrt.

Fiel der letzte Tag der Mindesthaltbarkeit auf ein Wochenende, wurde am Freitag davor untersucht. Die offen eingekaufte Probe wurde noch am selben Tag analysiert.

  • Die organoleptische Prüfung am Ende der MHD erfolgte durch Gutachter: Entsprach ein Produkt in der Organoleptik nicht und wurde es als verdorben klassifiziert, wurde die im Labor durchgeführte Bakteriologie nicht bewertet und die Probe erhielt automatisch ein „nicht zufriedenstellend“.
     
  • Auch in der Bakteriologie erfolgte die Einstufung durch einen Gutachter. Alle Proben wurden im Labor auf folgende Keime untersucht: aerobe mesophile Gesamtkeimzahl, Enterobacteriaceae, Escherichia coli, Koagulase-positive Staphylokokken, Enterokokken, Lactobacillen, Pseudomonaden, psychrotrophe Keime, Listerien quantitativ und qualitativ. Lagen Listerien quantitativ unter der Nachweisgrenze, waren qualitativ aber nachweisbar, wurden sie folgendermaßen bewertet: Listeria innocua (nicht humanpathogen) – Urteil bei der Bakteriologie im besten Fall „gut“.
     
  • Überprüfung der Kennzeichnung durch Gutachter. Entsprach die Kennzeichnung nicht („mangelhaft“ oder „nicht zufriedenstellend“), wurde das Produkt im Endurteil um eine Stufe abgewertet.

Die Ergebnisse der Bakteriologie wurden mit 70 Prozent, jene der Organoleptik mit 20 Prozent und die der Kennzeichnung mit 10 Prozent gewichtet.

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Kommentare

  • Billa und Merkur - nicht lermfähig?
    von A6-Hatzer am 15.02.2010 um 11:49
    Ich hatte leider bevor ich den Test gelesen habe das zweifelhafte Vergnügen mit den beiden "Verliererlachsen". Das Zeug war wirklich nah drann an ungenießbar.(Rand hart,komischer Geschmack....) Und das obwohl das Ablaufdatum noch lange nicht erreicht war! Das beste daran ist das Beide Lachse momentan im Angebot sind (deswegen habe ich sie unwissender Weise gekauft). In Anbetracht dieser Testergebnisses würde ich mich sowas nicht mehr verkaufen trauen. Die Ausreden der Hersteller sind ja aucg mehr als fragwürdig.... Wobei ich sagen muss das mir der Lachs vom Hofer etwas zu salzig ist,der vom Laschinger trifft eher meinen Geschmack! Gut,das ist Geschmackssache. Aber das sich Rewe da ein starkes Stück leistet steht für mich ausser Frage.
  • Räucherlachs auf Antibiotika testen
    von REDAKTION am 09.02.2010 um 09:22

    Bei Räucherlachs ist es recht unwahrscheinlich, dass man erhöhte Gehalte an Antibiotika im Fischfilet  findet. Das beweist auch eine kürzlich von der deutschen Stiftung Warentest durchgeführte Untersuchung: http://www.test.de/suche/?q=räucherlachs In keiner der 18 Proben Räucherlachs konnten Antibiotika (Chloramphenicol, Tetracycline, Sulfonamide) nachgewiesen werden.

    Wir haben daher aus gutem Grund auf diese sehr teure Untersuchung verzichtet.

    Ihr Konsument-Team

  • Testkriterien
    von kolland am 03.02.2010 um 14:43
    Immer wieder ist zu lesen, dass bei konventioneller, also nicht artgerechter Haltung reichlich Antibiotika zum Einsatz kommen. Weshalb erfolgte in diese Richtung keine Untersuchung? AK
  • Am häufigsten gekauftes Produkt
    von REDAKTION am 29.01.2010 um 12:01
    Wir würden gerne alles testen, was am Markt ist. Leider ist das aus Budgetgründen nicht möglich. Bei Hofer haben wir uns für den konvetionell gezüchteten Lachs entschieden, weil wir davon ausgehen, dass dieses Produkt am häufigsten gekauft wird. Ansonsten achten wir bei der Testauswahl immer darauf, dass ein Teil der eingekauften Proben selbstverständlich Bio-Produkte sind. Ihr Konsument-Team
  • Lachs bei Hofer
    von Katharina47 am 29.01.2010 um 00:26
    Sehr geehrte Damen und Herren, Sie haben den Zuchtlachs aus Aquakultur bei Hofer getestet und ihn als qualitativ mit Sehr gut bezeichnet. Er ist natürlich weder BIO noch artgerecht. Wie ist denn der Lachs aus Wildfang bei z.B. Hofer? Können Sie darüber Auskunft geben. Denn Wildfang ist für mich interessanter, da artgerecht, meist nachhaltig und auch eher "BIO". Darum würde ich es mir wünschen, dass diese Fische und Fangart eher begutartet wird. Mit freundlichen Grüßen Gerti Stangl