Rindfleischkennzeichnung

Nach dem BSE-Skandal...

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Konsument 9/2000 veröffentlicht: 01.09.2000

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Zentrale Rinderdatenbanken

Der Grund: Für einen abgesicherten Nachweis der Herkunft von Rindfleisch sind zentrale Rinderdatenbanken Voraussetzung. Bei diesen haben die Tierhalter sämtliche Bewegungen in Rinderbeständen (Geburten, Käufe und Verkäufe, Schlachtungen und Verendungen) zu melden. Werden die Tiere verkauft, benötigen die Tierhalter einen so genannten Viehverkehrsschein, in dem unter anderem der Ort der Geburt und der Aufzucht angegeben ist. Doch in etlichen Ländern sind die Rinderdatenbanken noch nicht funktionsfähig, Viehverkehrsscheine nicht ausgestellt. Bei der Schlachtung liegen daher derzeit nicht alle erforderlichen Daten zur Herkunftssicherung vor.

Auf freiwilliger Basis wird Rindfleisch hier zu Lande freilich schon länger gekennzeichnet. Seit Sommer 1998 gilt: Wer Rindfleisch mit Qualitäts- oder Herkunftsangaben versehen möchte, kann dies nur über ein genehmigtes Kennzeichnungssystem tun, das die Rückverfolgbarkeit von Rindfleisch vom Geschäft bis zum Produzenten sicherstellt. Qualitäts- und Herkunftsangaben (zum Beispiel „...aus biologischer Landwirtschaft“, „...aus Mutterkuhhaltung“, „...aus Österreich“) müssen bei Kontrollen belegbar sein. „...aus Österreich“ darf nur dann ausgelobt werden, wenn das Rind in Österreich geboren, gemästet und geschlachtet wurde.

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Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo