Rindfleischkennzeichnung

Nach dem BSE-Skandal...

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Konsument 9/2000 veröffentlicht: 01.09.2000

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Drei Kennzeichnungssysteme

Derzeit gibt es drei Kennzeichnungssysteme: das System „bos“ der Agrarmarkt Austria Marketing GesmbH sowie „LUQS-R“ und „FONS“, die von Biobauernverbänden betrieben werden. Der Großteil des in Österreich verkauften Rindfleisches ist bereits in diesen Systemen erfasst. 90 bis 95 Prozent der Lebensmitteleinzelhändler haben sich mittlerweile freiwillig einem Herkunftssicherungssystem angeschlossen, von den Fleischern jedoch erst zehn bis fünfzehn Prozent.

Was aber weder jetzt noch 2002 gekennzeichnet werden muss, ist verarbeitetes Rindfleisch: Bei Wurstwaren und zubereitetem Rindfleisch in Gastronomie oder Gemeinschaftsküchen müssen keinerlei Herkunftsangaben gemacht werden. Auch nicht bei gemischtem Faschiertem, das zu weniger als 50 Prozent aus Rindfleisch besteht. Auf eine verpflichtende Kennzeichnung der Herkunft bei anderen Fleischsorten müssen die Konsumenten freilich noch warten – vielleicht bis zum nächsten Skandal?

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