KONSUMENT.AT - Salate im Test - Höhere Nitratbelastung im Winter

Salate im Test

In Summe belastet

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Konsument 4/2008 veröffentlicht: 11.03.2008

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Höhere Nitratbelastung im Winter

Salat gehört zu den sogenannten Nitratspeicherpflanzen. Das Düngemittel Nitrat selbst ist zwar ungefährlich, doch es kann sich bei der Lagerung von Gemüse und im Organismus in Nitrit umwandeln. Nitrit ist für Säuglinge gefährlich und kann darüber hinaus mit Eiweiß zu krebserregenden Nitrosaminen reagieren (bei hohen Temperaturen, beim Räuchern und wahrscheinlich auch während des Verdauungsvorganges). Vitamin C hemmt diesen Prozess.

Zitronensaft hilft

In Salatköpfen steckt das meiste Nitrat in den äußeren Blättern, dem Strunk und den dicken Blattrippen. Werden diese entfernt, kann der Nitratgehalt erheblich reduziert werden. Wer den Salat darüber hinaus mit Zitrone säuert, mit frischem Paprika mischt oder ein Glas Orangensaft dazu trinkt, hält die Bildung von Nitrit und damit möglicherweise von Nitrosaminen hintan.

UV-Licht baut Nitrat ab

Wie viel Nitrat im Salat höchstens stecken darf, ist durch Grenzwerte geregelt. Im Sommer, im Freilandanbau, wird Nitrat durch die UV-Strahlung im Sonnenlicht abgebaut. Dementsprechend ist der Grenzwert für Freilandsalat von vornherein niedriger angesetzt als jener für Glashaussalat oder Salat aus dem Folientunnel. Unter Glas beziehungsweise Folie angebauter Salat, der zwischen 1. Oktober und 31. März geerntet wird, darf maximal 4.500 mg Nitrat pro Kilogramm Salat enthalten, bei Freilandsalat beträgt der Grenzwert 4.000 mg/kg.

Alle entsprachen dem Gesetz

Die Salatproben im Test entsprachen alle den gesetzlichen Vorgaben. Doch innerhalb dieses Rahmens sind auch hier die Unterschiede groß: Den niedrigsten Nitratgehalt (1.314 mg/kg) hatte die Salatprobe von Hofer aus der ersten, den höchsten (3.046 mg/kg) die Salatprobe von Zielpunkt aus der zweiten Einkaufsrunde.

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