KONSUMENT.AT - Sekt & Co im Test - Mit Schwefel haltbarer gemacht

Sekt & Co im Test

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Konsument 1/2009 veröffentlicht: 09.12.2008

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Test "Sekt & Co": Mit Schwefel haltbarer gemacht

Egal ob (herkömmlicher) Wein, Schaum- oder Perlwein: Viele Sorten werden geschwefelt, damit sie besser halten. Für die meisten Menschen sind Schwefeldioxid und Sulfite unbedenklich, weil ein körpereigenes Enzym für den schnellen Abbau sorgt. Bei manchen können Schwefeldioxid und Sulfite aber Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Kopfschmerzen verursachen, bei Asthmatikern auch Asthmaanfälle auslösen.

Enthält Wein über 10 mg Schwefeldioxid oder Salze der schwefeligen Säure (Sulfite) pro Liter, muss das seit 2005 im Rahmen der Allergenkennzeichnung deklariert sein. Auf den Flaschenetiketten findet sich dann der Hinweis „enthält Sulfite“. Die Schaum- und Perlweine im Test waren korrekt deklariert.

Schaumwein darf maximal 275 mg Schwefeldio­xid/Liter, Perlwein höchstens 260 mg/l (bei einem Restzuckergehalt ab 5 g/l) und Qualitätsschaumwein maximal 225 mg/l enthalten. Von den getesteten Weinen enthielten die Champagner von Piper-Heidsieck, Moët & Chandon, Veuve Clicquot Ponsardin, Pommery und Taittinger am wenigsten Schwefeldioxid (bis zu 70 mg/l). Das meiste Schwefeldioxid (um die 200 mg/l) wurde in Hochriegl trocken und MM Extra Sekt sowie im Frizzante von Lieto blu festgestellt.

Mit dem ADI-Wert (Acceptable Daily Intake) wird die Aufnahmemenge von Zusatzstoffen in Lebensmitteln beziffert, die ein Mensch lebenslang täglich verzehren kann, ohne gesundheitliche Schäden davonzutragen. Der ADI-Wert für Schwefeldioxid liegt bei 0,7 mg/kg Körpergewicht. Ein 70 Kilo schwerer Mensch sollte demnach im Lauf einer Feier von Hochriegl trocken, MM Extra Sekt und Lieto blu nicht mehr als 2,5 Gläser (à 0,1 l) trinken.

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