KONSUMENT.AT - Sekt - Testkriterien

Sekt

Ein echter Knaller

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KONSUMENT 12/2011 veröffentlicht: 15.11.2011, aktualisiert: 26.01.2012

Inhalt

Testkriterien

Sekt-Test: Insgesamt wurden 27 Sekte, darunter ein alkoholfreies Produkt, eingekauft. Alle Proben wurden sowohl von Experten als auch Laien verkostet. Zusätzlich erfolgten chemische sowie physikalische Analysen der enthaltenen Inhaltstoffe. Die Firmen wurden zudem angeschrieben und um Auskunft bezüglich Herstellungsort des Sekts und Herkunft der verwendeten Trauben gebeten.

Herkunftsinformation
Alle Firmen wurden ersucht, den Herstellungsort ihres Sektes und die Herkunft der verwendeten Trauben bekanntzugeben. Im Bedarfsfall wurden die Unternehmen ein zweites Mal angeschrieben bzw. angerufen, um zu klären, ob sie unser Schreiben erhalten haben und darauf reagieren möchten.

Inhaltstoffe
Analysiert wurden der Kohlensäureüberdruck (aphrometrisch), der Alkoholgehalt (destillativ), Glucose und Fructose (enzymatisch), flüchtige Säure (destillativ), freies und gesamtes Schwefeldioxid – SO2 (photometrisch). Außerdem wurden die Saccharose (HPLC) und die titrierbare Gesamtsäure (potentiometrisch) bestimmt.

Expertenverkostung
Im Bundesamt für Weinbau in Eisenstadt wurde durch Kostsachverständige eine kommissionelle Blindverkostung der einzelnen Sekte durchgeführt. Es wurden die Gesamtqualität, die Ausprägung des Mousseux (Perlenspiel), die Aggressivität der Kohlensäure, die Bläschengröße, die Dauer des Mousseux, der Alterungsstatus und die Harmonie der einzelnen Proben beurteilt.

Laienverkostung
Die Laienverkostung wurde mit mindestens 20 erwachsenen Testpersonen durchgeführt. Zur Verkostung zugelassen wurde nur, wer vorher den Triangeltest bestanden hatte. Dafür mussten aus 3 mal 3 Sektproben jene herausgefunden werden, die sich von den anderen unterschieden. Die Beurteilung der einzelnen Sektproben erfolgte nach dem Schulnotenprinzip.

Gewichtung der Einzelurteile
Herkunftsinformation       10 %
Inhaltstoffe                   10 %
Expertenverkostung        40 %
Laienverkostung             40 %

Bewertung

Wertung: 3 von 5 Sternen
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Kommentare

  • Zuckergehalt: Irrtum
    von REDAKTION am 07.02.2012 um 10:47

    KONSUMENT hat aufmerksame Leser - danke für den Hinweis. Beim Kasten "Was heißt hier trocken?" wurden irrtümlich die inzwischen veralteten Zuckerwerte angebeben. Wir bitten um Entschuldigung und haben diesen Fehler inzwischen korrigiert.

    Ihr KONSUMENT-Team

  • zuckergehalt - bezeichnung
    von weinsinne am 31.01.2012 um 09:10
    ich würde meinen die kriterien zum zuckergehalt sind falsch : naturherb, brut nature, unter 3g/l extra herb, extra brut, extra bruto, zwischen 0 – 6g/l herb, brut, bruto, unter 12g/l extra trocken, extra dry, extra seco, zwischen 12 – 17g/l trocken, sec, secco, asciutto, dry, seco, zwischen 17 – 32g/l halbtrocken, demi sec, abboccato, medium dry, semi sec,zwischen 32 – 50g/l laut Bezeichnungsvorschriften der österr. Bundeskellereiinspektion vom August 2011
  • Histamingehalt
    von Gabriella am 07.12.2011 um 11:42
    Ich gebe "multitude" vollkommen recht. Auch wenn der Histamingehalt (wenig bis keiner)nicht unbedingt als Qualitätskriterium gewertet werden kann, sollte er doch bei den Tests gemessen werden und aufscheinen. In weiterer Folge sollte es dann positiv bewertet bzw. erwähnt werden, wenn ein Hersteller den Histamingehalt auf dem Etikett angibt. Das gilt natürlich genauso für Wein. Mir und vielen anderen würde es helfen.
  • Histamingehalt
    von REDAKTION am 30.11.2011 um 12:22

    Bei allen unseren Lebensmittel-Tests spielt die Kennzeichnung der Produkte eine wichtige Rolle. Jeder Konsument muss sich darauf verlassen können, dass das, was auf der Verpackung steht, auch den Tatsachen entspricht. ist. Das war beim Testverlierer Rittsteuer nicht der Fall. Histamin im Sekt ist nur für eine bestimmte Bevölkerungsgruppe relevant, und zwar für jene, denen das Enzym zum Abbau diese Substanz (teilweise) fehlt. Das Wissen um den Histamingehalt von Lebensmitteln ist für diese Personengruppe natürlich sehr wichtig und auch ein entscheidender Faktor für ihre Lebensqualität. Darüber hinaus ist Histamin aber kein generelles Qualitätskriterium.

    Untersuchungen zum Histamingehalt von Sekt gibt es bereits, z.B. von Prof. Jarisch vom Floridsdorfer Allergieambulatorium in Wien.

    Ihr KONSUMENT-Team

  • Bewertung
    von REDAKTION am 30.11.2011 um 11:53

    Alle Sektproben wurden sowohl von Fachleuten als auch Laien beurteilt. Die Verkostungskommission der Experten umfasste sechs Personen. Die Laienverkostung wurde mit insgesamt 25 Personen durchgeführt.

    Ihr KONSUMENT-Team