KONSUMENT.AT - Sekt - Laien und Profis verkosten

Sekt

Ein echter Knaller

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KONSUMENT 12/2011 veröffentlicht: 15.11.2011, aktualisiert: 26.01.2012

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Verkostung durch Laien und Profis

Natürlich haben wir für unseren Test alle Proben nicht nur im ­Labor untersuchen, sondern ebenso verkosten lassen. Das Sektglas leerten wie immer Laien, aber auch die Profiverkoster des Bundesamtes für Weinbau in Eisenstadt. Und hier gab es doch einige Überraschungen! Aus­gerechnet unser Testverlierer, der Biosekt aus Österreich von Rittsteuer, räumte bei den Laien in Sachen ­Geschmack beinahe die meisten Punkte ab. Im Gegensatz dazu die Experten: Sie reihten Rittsteuer unter die am schlechtesten be­werteten Sekte. Noch weniger überzeugen konnte die Profis nur noch Goldeck aus dem Haus Schlumberger und ­Engel, ein deutsches Produkt aus biologischer Erzeugung.

Experten zu Monte Christo: "gute bis herausragende" Qualität

Ganz anders die Situation dagegen bei ­Monte Christo und Römer. Sowohl bei den Laien als auch bei den Profis schnitten beide Sekte in der Verkostung hervorragend ab. Damit nicht genug: Monte Christo wurde außerdem als einzigem Produkt von den Experten eine „gute bis herausragende“ Qualität bescheinigt! Und wo gibt es dieses Produkt und wie viel muss man dafür hinlegen? Kaufen kann man den Sekt, man glaubt es kaum, bei Zielpunkt – und zwar um preis­werte 1,59 Euro die Flasche. Ein echter Knaller in jeder Beziehung. Schnell hin zum Diskonter, bevor andere das Regal leer räumen!

Hofer hat sich wacker geschlagen

Apropos Diskonter: Wie schon so oft hat sich Hofer auch diesmal wacker geschlagen. Im Jänner 2009 hatten wir noch den Mailberger Gutssekt (3,49 Euro) auf dem Siegerstockerl. Der wurde inzwischen vom etwas teureren ­Winzerhaus (3,99 Euro) abgelöst. Platz zwei in der Gesamtwertung ist aber auch für ­dieses Produkt ein respektables Ergebnis.

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Wertung: 3 von 5 Sternen
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Kommentare

  • Zuckergehalt: Irrtum
    von REDAKTION am 07.02.2012 um 10:47

    KONSUMENT hat aufmerksame Leser - danke für den Hinweis. Beim Kasten "Was heißt hier trocken?" wurden irrtümlich die inzwischen veralteten Zuckerwerte angebeben. Wir bitten um Entschuldigung und haben diesen Fehler inzwischen korrigiert.

    Ihr KONSUMENT-Team

  • zuckergehalt - bezeichnung
    von weinsinne am 31.01.2012 um 09:10
    ich würde meinen die kriterien zum zuckergehalt sind falsch : naturherb, brut nature, unter 3g/l extra herb, extra brut, extra bruto, zwischen 0 – 6g/l herb, brut, bruto, unter 12g/l extra trocken, extra dry, extra seco, zwischen 12 – 17g/l trocken, sec, secco, asciutto, dry, seco, zwischen 17 – 32g/l halbtrocken, demi sec, abboccato, medium dry, semi sec,zwischen 32 – 50g/l laut Bezeichnungsvorschriften der österr. Bundeskellereiinspektion vom August 2011
  • Histamingehalt
    von Gabriella am 07.12.2011 um 11:42
    Ich gebe "multitude" vollkommen recht. Auch wenn der Histamingehalt (wenig bis keiner)nicht unbedingt als Qualitätskriterium gewertet werden kann, sollte er doch bei den Tests gemessen werden und aufscheinen. In weiterer Folge sollte es dann positiv bewertet bzw. erwähnt werden, wenn ein Hersteller den Histamingehalt auf dem Etikett angibt. Das gilt natürlich genauso für Wein. Mir und vielen anderen würde es helfen.
  • Histamingehalt
    von REDAKTION am 30.11.2011 um 12:22

    Bei allen unseren Lebensmittel-Tests spielt die Kennzeichnung der Produkte eine wichtige Rolle. Jeder Konsument muss sich darauf verlassen können, dass das, was auf der Verpackung steht, auch den Tatsachen entspricht. ist. Das war beim Testverlierer Rittsteuer nicht der Fall. Histamin im Sekt ist nur für eine bestimmte Bevölkerungsgruppe relevant, und zwar für jene, denen das Enzym zum Abbau diese Substanz (teilweise) fehlt. Das Wissen um den Histamingehalt von Lebensmitteln ist für diese Personengruppe natürlich sehr wichtig und auch ein entscheidender Faktor für ihre Lebensqualität. Darüber hinaus ist Histamin aber kein generelles Qualitätskriterium.

    Untersuchungen zum Histamingehalt von Sekt gibt es bereits, z.B. von Prof. Jarisch vom Floridsdorfer Allergieambulatorium in Wien.

    Ihr KONSUMENT-Team

  • Bewertung
    von REDAKTION am 30.11.2011 um 11:53

    Alle Sektproben wurden sowohl von Fachleuten als auch Laien beurteilt. Die Verkostungskommission der Experten umfasste sechs Personen. Die Laienverkostung wurde mit insgesamt 25 Personen durchgeführt.

    Ihr KONSUMENT-Team