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Stillen

Von Anfang an das Beste

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Konsument 9/2004 veröffentlicht: 17.08.2004

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Geduld ist nötig

Um das Stillen zu fördern, vergibt die WHO mittlerweile auch das Zertifikat „Stillfreundliches Krankenhaus“: Geburtskliniken, die es erwerben wollen, müssen mehrere Bedingungen erfüllen, die der jungen Mutter und ihrem Baby erfolgreiches Stillen ermöglichen sollen. Denn die erste Zeit nach der Geburt ist dafür entscheidend: So sollte das Neugeborene gleich nach der Entbindung an die Mutterbrust gelegt werden und erste Saugversuche unternehmen können. In der Folge soll das Kind immer trinken können, wenn es ein Bedürfnis danach zeigt – „Rooming in“ ist da Voraussetzung. Keinesfalls darf das Kind Fläschchennahrung erhalten: Es könnte dann nicht nur den Geschmack der Muttermilch ablehnen, sondern auch die Brustwarze.

Auch wenn dem Baby der Saugreflex angeboren ist, muss es gegebenenfalls erst lernen, an der Brust zu trinken: Geduldige Hilfe durch das Klinikpersonal macht ihm und der Mutter diesen Prozess leichter.

Erst 13 erfüllen alle WHO- Kriterien

Erfreulicherweise ist das Angebot an Still-Information in den letzten Jahren größer geworden, dennoch erfüllen in Österreich erst 13 Geburtskliniken alle WHO-Kriterien (siehe dazu: Inhaltsverzeichnis - "Kontakte").´

Prinzipiell kann jede Frau stillen, manche brauchen aber etwas mehr Zeit und Hilfe. Auch nach Stillunterbrechungen – etwa wegen einer schwereren Erkrankung der Mutter – kommt das Stillen mit den richtigen Maßnahmen wieder in Gang. Selbst Frauen, die gar nicht geboren haben, können durch Stimulation der Brust Muttermilch produzieren: Bei Frühgeburten oder Säuglingsadoptionen wird diese Methode praktiziert.

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