KONSUMENT.AT - Strichcode bei Lebensmitteln - Keine Auskunft über Ursprung des Produktes

Strichcode bei Lebensmitteln

Was kann man daraus ablesen?

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KONSUMENT 9/2020 veröffentlicht: 27.08.2020

Inhalt

Stimmt es, dass man aus dem Strichcode von Lebensmitteln die Herkunft ablesen kann?

So einfach ist es leider nicht. Der sogenannte EAN-Code (Europäische Artikel-Nummer) besteht aus 13 oder 8 Ziffern und dient weltweit zur eindeutigen Kennzeichnung einer Ware für Produzenten, Lieferanten und Händler. Er ist auf allen Produkten im Supermarkt angebracht und wird bei Scannerkassen zur Identifikation der Produkte eingelesen.

Aussagen über Hersteller, nicht über Ursprung des Produktes

Die ersten zwei bis drei Ziffern stehen für den Ländercode (Ländercode Österreich: 900 – 919). Allerdings gibt dieser keinerlei Auskunft über den Ursprung des Produktes. Er sagt lediglich aus, in welchem Land der Hersteller registriert ist. Ein österreichischer Hersteller kann z.B. den Code in Österreich beantragen und erhält so eine österreichische Länderkennung. Dieser Hersteller kann Lebensmittel z.B. auch aus Italien importieren oder in Deutschland produzieren lassen, dennoch hätte das Produkt den Ländercode von Österreich.

Der sogenannte EAN-Code (Europäische Artikel-Nummer) besteht aus 13 oder 8 Ziffern und dient weltweit zur eindeutigen Kennzeichnung einer Ware für Produzenten, Lieferanten und Händler. (Bild: solomon7/Shutterstock.com)

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