KONSUMENT.AT - Supermarkt-Backshop - Leserreaktionen

Supermarkt-Backshop

Ein Experiment?

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KONSUMENT 4/2017 veröffentlicht: 30.03.2017, aktualisiert: 24.11.2017

Inhalt

Leserreaktionen

Hygiene beim Bäcker?

Ich kann dem Leserbrief von Herrn Mark aus Nenzing nur bedingt zustimmen. Es stimmt, dass sehr viele Kunststoffhandschuhe und Papiersäckchen verbraucht werden. Jedoch statt der Handschuhe kann man auch die Brotzangen verwenden. Auch ich kaufe beim Bäcker ein und da stört mich, dass die Verkäuferinnen meist keine Handschuhe tragen – ist das etwa hygienisch? Unfair finde ich jedoch, der Hoferfiliale den Müll rund um das Geschäft zuzuschreiben, denn verantwortlich dafür sind einzig und alleine die Konsumenten. Darüber ärgere ich mich jedesmal und das nicht nur bei den Filialen von Hofer!

Monika Vandory
Innsbruck
(aus KONSUMENT 12/2017)

Ärgernis

Zu den von Ihnen schon angesprochenen Hürden, Nachteilen und Hindernissen kommen für mich weitere große Nachteile für die Umwelt hinzu: Massenweise Kunststoffhandschuhe für wenige Sekunden Gebrauch und massenweise Papiersäckchen mit Kunststoffsichtfenster werden zwangsweise auch wegen nur einem Gebäck verbraucht und landen nicht selten unweit der Geschäfte auf der Straße, am Gehsteig, in den Hecken und auf der Wiese. Rundum der Hoferfiliale unweit von uns ist dieses Backbox-Säckchen – neben Red-Bull- und anderen Dosen, Plastikflaschen und Zigarettenpackungen – eines der häufigsten Ärgernisseunserer Zeit.

In meinen Augen sind die Backboxen wieder mal nichts anderes als ein weiterer Versuch des Handels, auf Kosten der Umwelt und der Konsumenten Personal einzusparen, um den Konzerngewinn weiter zu erhöhen. Ohne mich! Es lebe der kleine Bäcker ums Eck!

Harald Mark
Nenzing
(aus KONSUMENT 8/2017)

Verbesserungsvorschläge

Ihrer Beschreibung der derzeitigen Handhabung des Gebäckverkaufs in Supermärkten ist nichts hinzuzufügen. Aber es ginge auch ein wenig besser, den Ablauf betreffend, wie z.B. in Finnland:

Methode 1: Die Gebäckstücke liegen sortiert in Behältern, die unseren ähnlich sind. Die Behälter sind mit einer Nummer gekennzeichnet. Man entnimmt die gewünschten Stücke (mit Zange, aber es gibt mehr als nur eine) und gibt sie in ein Sackerl (es stehen Sackerln verschiedener Größe zur Verfügung). Dann legt man das ganze auf die danebenstehende Waage und tippt die entsprechende Nummer ein. Ein Klebeetikett mit diversen Angaben und Preis wird ausgedruckt. Vorgang also wie z.B. beim Obst- oder Gemüsekauf bei uns.

Methode 2: Man entnimmt die Gebäckstücke wie oben und geht damit zur Waage. Dort tippt man zuerst die Anzahl der Gebäckstücke ein und dann die entsprechende Nummer. An der Kasse wird nur mehr das ausgedruckte Klebeetikett eingescannt. Fertig. Natürlich gibt‘s auch fertig abgepackte Einheiten.

Weitere Verbesserungsvorschläge für andere Bereiche wären eine Nummernausgabe für Fleisch- und Wursttheke. Man erspart sich damit Drängeleien und Anstehen und kann die Ware im Vorhinein begutachten, was beim derzeitigen System schwer möglich ist (Theke verstellt, Ware nicht einsichtig; erst wenn man drankommt, kann man entscheiden).

Dr. Norbert Bornatowicz
Berndorf
(aus KONSUMENT 6/2017)

Zum Leidwesen der Kunden?

Ihr Artikel trifft die Realität wirklich sehr. Wir haben hier am Land nur das eine Lebensmittelgeschäft, wie von Ihnen genannt den Billa, und sind darauf angewiesen, dort einzukaufen. Das mit dem neuen System mit dem Gebäck ist wirklich sehr problematisch. Leider ist das den Erfindern glaube ich nicht wirklich bewusst.

Es gibt große Unterschiede, wo man einkauft, Land oder Stadt. Wo keine Konkurrenz ist, wird leider geschlampt. Die Mitarbeiter erklären, dass sie durch das System bedeutend mehr Arbeit haben und nicht wie gedacht mehr Zeit haben, um sich um die Kunden zu kümmern. Leider kein extra Personal oder Erhöhung der Wochenstunden für die Mitarbeiter, die die Backshops betreuen.

Billa macht nur das nach, was andere begonnen haben, aber leider nicht sehr effizient. Das neue System lässt sich leider nicht überall gleich gut und gleich erfolgreich umsetzen. Das alles zum Leidwesen der Kunden, die sich mit dem System anfreunden müssen, so wie es bei uns der Fall ist.

User "Merlin 1"
(aus KONSUMENT 6/2017)

Ärgerlich

Als Ergänzung zu Ihrem Artikel möchte ich noch meine – negative – Erfahrung mit Backshops SB anmerken. Zu allen beschriebenen Erfahrungen finde ich es besonders ärgerlich, dass die div. Klappen der Backwerkfächer nicht halten und dauernd wieder herunterfallen. Problem: eine Hand für das Sackerl, eine Hand für die Zange, und wie halte ich jetzt die Klappe offen?

Christina Fuckerieder
Wien
(aus KONSUMENT 5/2017)

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Kommentare

  • Handsemmel
    von ling am 29.07.2017 um 15:20
    @Max Mustermann Wie lange gibt es nun schon diese übertriebene Hygiene mit Einweghandschuhen, Zange & Co? Was war denn vorher? Wurden die Grippeepidemien durch das Gebäck in den Supermärkten ausgelöst? Es gibt noch immer viele Konditoreien, bei denen zieht sich niemand einen Handschuh an und nimmt das Tortenstück derart abgesichert aus der Vitrine. Was macht der Bäcker des Vertrauens, bei dem angeblich immer mehr Menschen einkaufen, weil die dort angebotenen Produkte noch aus natürlichen Zutaten hergestellt werden? Waschen Sie sich seitdem nicht mehr die Hände wenn Sie am WC waren, denn nun gibt es ja Zange und Einweghandschuhe? Nicht nur, dass mit dieser Methode unnötiger Müll produziert wird, die Übertragung von Bakterien können Sie damit auch nicht verhindern. Wenn Sie Ihr Frühstückskipferl - nachdem es mit Zange und Handschuh aus dem Fach entnommen wurde - anschließend in der U-Bahn verzehren, dann werden sicherlich alle Bakterien ausweichen. Die Leute werden sagen: "Achtung! Das isst jemand ein mit Handschuh und Zange entnommenes Gebäckstück. Da dürfen wir nicht hinniesen!" Man kann es schon ein wenig übertreiben. Wenn ich Gebäck einkaufen gehe, dann überlege ich mir vorher was ich nehmen möchte, entnehme es und fertig. Da wird weder etwas zurückgelegt noch niese ich auf die Ware. Aber vielleicht kommt noch eine Art "Pauschaldesinfektion" vor dem Einkauf, ein Seuchenteppich oder ein Schleuse, damit wir dann völlig keimfrei den Einkauf genießen können.
  • Backshop
    von Merlin 1 am 16.04.2017 um 10:32
    Herr Früholz Ihr Artikel trifft die Realität wirklich sehr. Wir haben hier am Land nur das eine Lebensmittelgeschäft... wie von Ihnen genannt den Billa und sind angewiesen dort einzukaufen. Das mit dem neuen System mit dem Gebäck ist wirklich sehr problematisch. Leider ist das den Erfindern glaube ich nicht wirklich bewusst. Es gibt große Unterschiede wo man einkauft Land oder Stadt. Wo keine Konkurrenz ist wird leider geschlammt. Die Mitarbeiter erklären das Sie durch das System bedeutend mehr Arbeit haben und nicht wie gedacht mehr Zeit haben um sich um die Kunden zu kümmern. Leider kein extra Personal oder Erhöhung der Wochenstunden für die Mitarbeiter die die Backshops betreuen. Billa macht nur das nach was andere begonnen haben aber leider nicht sehr effizient. Das neue System lässt sich leider nicht überall gleich gut und gleich erfolgreich umsetzen. Das alles zum Leidwesen der Kunden die sich mit dem System anfreunden müssen so wie es bei uns der Fall ist.
  • Handsemmel
    von Grouper am 13.04.2017 um 19:43
    Daß es beim Billa jetzt Handsemmeln gäbe, wäre mir neu.
  • Handsemmel
    von Max Mustermann am 31.03.2017 um 18:35
    Ich glaube, das verstehen die meisten falsch und nehmen die Semmeln (auch die anderen Waren) einfach mit der bloßen Hand raus. Besonders im Winter, wenn die Leute in die Hand niesen ....