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Sushi

Das Frische-Risiko

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Konsument 3/2007 veröffentlicht: 15.02.2007

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Gemischte Sushi-Sets zum Mitnehmen

Unter die Lupe genommen wurden gemischte Sushi-Sets zum Mitnehmen, die wir in Wiener und niederösterreichischen Restaurants sowie in drei Supermarktfilialen erstanden hatten. Sushi und Maki waren weitgehend mit den gleichen Fischsorten zubereitet: am häufigsten mit Lachs, Butterfisch, Thunfisch, oft noch mit Garnelen oder Surimi (ein Krebsfleischimitat aus Fischresten), eher selten mit Heilbutt oder Makrele. Das Set von Kioyo enthielt auch ein Tintenfisch-Sushi.

5 bis 10 Euro pro Packung

Die Sets kosteten zwischen 5 und 10 Euro. Allerdings waren nicht alle Portionen gleich groß und vor allem beim Fischanteil gab es je nach Hersteller beträchtliche Unterschiede: Das rundum beste Set im Test (TokoRi) bestand zu knapp einem Drittel aus Fisch, war mit 2,09 Euro pro 100 Gramm Sushi sehr preiswert und – wie die mikrobiologischen Untersuchungen ergaben – von tadelloser Qualität. Am anderen Ende der Skala das Set von Mr. Lee: mickrige 18 Prozent Fischanteil, mit 2,60 Euro pro 100 Gramm Sushi eines der teuren Sets (bezogen auf den Preis für 100 Gramm Fisch sogar überhaupt das teuerste) und obendrein – was noch viel gravierender ist – verdorben. Doch dazu später mehr.

Zu warm gelagert

Werden Sushi im Supermarkt angeboten, vergeht Zeit: beim Transport vom Hersteller zum Geschäft, beim Aufbewahren im Kühlregal, bis sich ein Käufer findet. Je kühler die Lagerung erfolgt, desto besser. Auf den Sushi-Packungen werden Temperaturen zwischen 0 und +6 Grad C, beim Produkt von Spar sogar 0 bis +2 Grad C empfohlen. Wir haben die Temperatur in den Kühlregalen nachgemessen. Sie betrug in allen Geschäften, wo wir einkauften, um die +5 bis +6 Grad C. Im Spar-Kühlregal wurde die auf der Packung empfohlene niedrige Lagertemperatur damit deutlich überschritten.

Verbrauchsdatum beachten

Wichtig bei Packungen aus den Supermärkten ist das Verbrauchsdatum. Es gibt bei leicht verderblichen Lebensmitteln an, bis wann sie gegessen werden können, und sollte bei Sushi auf keinen Fall überschritten werden. Finger weg von Abgelaufenem, wenn Sie keine Lebensmittelvergiftung riskieren wollen! Bei den Sushi-Sets von Billa und Merkur waren Einkaufs- und Verbrauchsdatum ident. Das Set von Spar hätte laut Kennzeichnung auch noch am nächsten Tag verspeist werden können.

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