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Sushi

Das Frische-Risiko

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Konsument 3/2007 veröffentlicht: 15.02.2007

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Unappetitliches Ergebnis

Unmittelbar nach dem Kauf haben wir die Sets gekühlt und in eine Lebensmittel-Untersuchungsanstalt zur Begutachtung und mikrobiologischen Prüfung gebracht. In Aussehen, Geruch und Geschmack waren sämtliche Proben unauffällig. Mängel zeigten sich erst bei der mikrobiologischen Untersuchung. Sushi sind heikel. Das hatte auch schon unser Sushitest im Jahr 2000 ergeben. Damals waren von insgesamt acht untersuchten Sets lediglich zwei hygienisch einwandfrei gewesen.

Verunreinigung mit Fäkalkeimen

Diesmal waren die Ergebnisse etwas besser. Dennoch sind sie alles andere denn erfreulich: Über die Sushi-Sets von Mr. Lee und Take a Kiang/Billa hieß es im Gutachten der Untersuchungsanstalt: „Wegen des stark überhöhten Keimgehalts und der Verunreinigung mit Fäkalkeimen ist die bestimmungsgemäße Verwendbarkeit des Lebensmittels nicht gegeben. Die Lebensmittelprobe ist daher … als für den menschlichen Verzehr ungeeignet zu beurteilen.“ Ob verkeimte Zutaten verarbeitet, die Keime durch Hygienemängel bei der Zubereitung eingeschleppt oder die Sushi zu lange gelagert wurden, wissen wir nicht. Sicher ist: Diese Proben taugten nur noch für den Mistkübel!

Mangelnde Hygiene

Ein „weniger zufriedenstellend“ gab es für das Set von Sohy/Spar. Auch hier wurden überhöhte Keimzahlen und obendrein Staphylokokken und Listerien festgestellt. Letztere zwar von einem nicht krankheitserregenden Stamm, dafür aber, ebenso wie die Staphylokokken, ein Zeichen mangelnder Hygiene. Dazu kommt: Werden damit befallene Lebensmittel zu warm oder zu lange gelagert, können solche Bakterien Lebensmittelvergiftungen verursachen. Und ausgerechnet dieses Set hätte laut Deklaration noch einen weiteren Tag essbar sein sollen.

Angesichts der Keimbelastung und in Kombination mit zu warmer Lagerung im Kühlregal wohl absolut nicht zu empfehlen. Überhöhte Keimzahlen wurden schlussendlich noch bei den Sets von Kiang/Merkur und Tekaway festgestellt, weshalb beide Proben nur „durchschnittlich“ beurteilt wurden.

Fünf von zehn in Ordnung

Sushi-Fans zum Trost: Immerhin fünf der zehn getesteten Sets, also die Hälfte, waren tadellos. Auffallend: Die sehr guten Produkte stammten samt und sonders aus Restaurants. Gleichzeitig gibt es Lokale mit Hygieneproblemen. In zwei Restaurants wurden unseren Testern keimbelastete bzw. bereits verdorbene Sushi verkauft. Von den Sets aus den Supermärkten war dagegen kein einziges einwandfrei.

Bewertung

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