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Tee: Schwarz, Grün-, Früchte- und Kräutertees

Abwarten und ziehen lassen

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Konsument 10/2003 veröffentlicht: 22.09.2003

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Keine Fermentierung

Grüner Tee wird nicht fermentiert. Durch kurzes Rösten oder Dämpfen der Teeblätter – egal ob Assam, Ceylon oder Darjeeling – über kochendem Wasser kommt es zur Zerstörung der blatteigenen Enzyme, eine spätere Fermentation wie beim Schwarztee wird solcherart verhindert. Zubereitet wird grüner Tee mit aufgekochtem und auf 70 bis 75 °C abgekühltem Wasser.

Faustregel: Wenn das Wasser nicht mehr raucht, passt die Temperatur. Ziehdauer etwa eineinhalb bis drei Minuten. Grüner Tee kommt in verschiedenen Formen in den Handel, eine der bekanntesten ist Gunpowder (engl. für Schießpulver), der seinen Namen daher hat, dass die Blattkügelchen beim Kontakt mit heißem Wasser zu knistern beginnen. In Japan ist der Sencha besonders verbreitet, während Gyokuro dort als feinster und teuerster Grüntee gilt. Auch Matcha, ein pulverisierter Grüntee, der bei den traditionellen Teezeremonien zum Einsatz kommt, ist im höherpreisigen Segment angesiedelt.

Geschmacklich ist Grüntee wesentlich herber als Schwarztee, was auf den höheren Gehalt an Gerbstoffen zurückzuführen ist.

Spezialitäten

Im Handel ist auch eine Reihe von Tees, die dem Schwarztee geschmacklich zwar entfernt ähneln, jedoch nicht von der Teepflanze gewonnen werden. Der in Südamerika verbreitete koffeinhältige Mate , den es sowohl als grünen wie auch als fermentierten schwarzen Tee gibt, wird aus den Blättern einer Stechpalmenart hergestellt. Auch der aus einer Baumrindenart erzeugte Lapacho kommt aus dieser Region. Aus Südafrika kommt der Rotbusch (Rooibos). Er wird aus den nadelartigen Blättern einer ursprünglich wilden Pflanze aus der Familie der Leguminosen gewonnen.

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