KONSUMENT.AT - Tee: Schwarz, Grün-, Früchte- und Kräutertees - Kleine Teekunde

Tee: Schwarz, Grün-, Früchte- und Kräutertees

Abwarten und ziehen lassen

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Konsument 10/2003 veröffentlicht: 22.09.2003

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Kleine Teekunde

Tee wird aus den Blättern des Teestrauches gewonnen. Ab etwa drei Jahren ist ein Strauch groß genug für die erste Ernte. Unter guten Bedingungen (feuchtes und warmes Klima) wird eine Pflanze bis zu hundert Jahre alt und bis zu 14 Meter hoch. In den Plantagen werden die Büsche jedoch auf eine Höhe von etwa einem Meter zurückgeschnitten, um das Blattwachstum zu fördern und die Ernte zu erleichtern. Geerntet wird bis zu dreimal im Jahr, wobei die erste Ernte („ First Flush “) als die feinste gilt. Gepflückt werden bei guten Qualitäten nur die zwei obersten Blätter und die Knospe.

Für schwarzen Tee werden die Blätter anschließend fermentiert. Traditionell werden sie dazu zuerst einmal auf ein Drahtgitter gelegt und einige Stunden lang mit warmer Luft zum Welken gebracht. Anschließend werden die noch grünen Blätter in speziellen Maschinen unter Druck gerollt und gequetscht. Dabei brechen die Blattzellen auf und durch die Reaktion der austretenden Säfte mit der Luft kommt es zur eigentlichen Fermentation, die dem Tee sein Aroma verleiht. Bei der anschließenden Trocknung bei etwa 85 °C färben sich die bis dahin noch kupferroten Blätter schwarz.

"Crushing - Tearing - Curling" - Verfahren

Beim heutzutage vorherrschenden „CTC“ Verfahren („Crushing – Tearing – Curling“ = „Zermahlen – Zerreißen – Rollen“) werden die Blätter nach dem Welken in einem Arbeitsgang zerbrochen, zerrissen und gerollt, wobei die Blätter stärker zerkleinert werden als bei der traditionellen Methode. Diese Technik kommt vor allem für Teebeutel zum Einsatz.

Die Hauptanbauländer von Tee sind Indien, China, Sri Lanka (ehemals Ceylon), Indonesien und Kenia. „ Russischer Tee “ ist keine Herkunftsbezeichnung, sondern eine Mischung aus indischem und chinesischem Tee, und auch die „ Englische Mischung “ bezieht sich nicht auf die Herkunft, sondern auf das Rezept der Mischung.

Qualität hängt vom Boden und Klima ab

Die Qualität des Tees hängt hauptsächlich von Bodenbeschaffenheit, Klima, Ernte und den gepflückten Blättern ab. Je weniger ein Blatt gebrochen wird, desto feiner das Aroma, je mehr es zerkleinert wird, desto ergiebiger der Geschmack. Unterschieden wird dabei in „Blatt“, „Broken“, „Fanning“ und „Dust“, wobei die letzten beiden vor allem in Teesäckchen verwendet werden. Der tatsächliche Teestaub heißt „Fluff“ und wird bei der Produktion abgesaugt.

Geerntet wird bis zu dreimal pro Jahr, wobei die erste Ernte ("First Flush") als die feinste gilt.

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