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Toastschinken

Nah am Wasser

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Konsument 2/2006 veröffentlicht: 17.01.2006

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Harter Konkurrenzkampf

Unbestritten ist: In der Branche tobt ein heftiger Konkurrenzkampf. Fleischhauer und Wurstproduzenten sind großem Preisdruck ausgesetzt. Daher wohl auch das Bestreben, so viel Wasser wie nur erlaubt im Schinken unterzubringen – Wasser kostet nun einmal wesentlich weniger als Fleisch. Und an sich ist diese Vorgehensweise ja durchaus legitim, sofern der vorgegebene Grenzwert von 4,0 (bzw. inkl. Toleranzspielraum 4,2) eingehalten wird.

Drei Schinken über dem Grenzwert

Worauf es dabei ankommt, ist nicht so sehr der absolute Wassergehalt, sondern das Verhältnis von Wasser zu Eiweiß. Und hier lagen drei der eingekauften Schinken klar darüber. Einen besonders hohen Wert stellten wir beim Toastschinken von Scheumbauer fest. Alle Proben, die nicht den Vorgaben des österreichischen Lebensmittelcodex entsprachen, wurden im „Konsument“-Testurteil abgewertet.

Hygienemängel bei Speckbauer und Stastnik

Bei den Toastschinken von Speckbauer und Stastnik (beides vorverpackte Produkte) gab es wesentliche Hygienemängel. Die hier gefundenen erhöhten Keimzahlen können durch die Produktion, durch den Transport oder durch die Lagerung im Handel bedingt sein. Eine echte Gesundheitsgefahr besteht in beiden Fällen nicht, aber der in einem Penny-Markt in Wien 10 gekaufte Schinken von Stastnik war bereits so stark belastet, dass wir ihn als verdorben beurteilen mussten. Statt zwischen zwei Toastscheiben taugt dieses Produkt nur noch für den Mistkübel! Alle anderen Toastschinken im Test, auch die an den Bedientheken offen angebotenen, waren dagegen hygienisch einwandfrei.

Ablaufdatum beachten

Zu den heiklen Produkten zählt Toastschinken allemal. Achten Sie bei verpackter Ware deshalb genau auf das Ablaufdatum und greifen Sie vor allem zu solcher, die laut Kennzeichnung noch längere Zeit halten sollte. Schauen Sie aber den Schinken gut an. Hat er in der Packung bereits Saft gelassen, bleibt er besser im Regal. Offene Ware sollte weder angetrocknet noch schmierig oder gräulich statt rosa sein und schon gar nicht säuerlich riechen – all das sind Anzeichen für Verderb.

Transport möglichst kurz halten

Verderben kann Schinken natürlich auch, wenn Sie die Kühlkette unterbrechen (weil Sie zum Beispiel mit bereits erledigten Einkäufen in der Tasche noch einige Termine absolvieren) oder ihn im Kühlschrank zu lange lagern. Transportieren Sie Ihren Einkauf daher immer rasch nach Hause und kühlen Sie ihn gleich ein. Verspeisen Sie den Schinken so bald wie möglich.

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