Warenkunde Rhabarber

Sauer macht frisch

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Konsument 5/1999 veröffentlicht: 01.05.1999

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Der erste Frühlingsbote

Den Auftakt im Freilandanbau nach der langen Winterpause macht alljährlich der Rhabarber. Die oberirdischen Teile dieser sehr ausdauernden Pflanze sterben jeden Herbst ab, der Wurzelstock überwintert mit unterirdischen Knospen. Diese treiben zeitig im Frühjahr wieder aus und bilden dicke Stengel mit großen Blättern. Essen dürfen Sie allerdings nur die Stangen. Die Blätter enthalten gewebereizende und nierenschädigende Giftstoffe, die Kreislaufstörungen und Erbrechen verursachen können.
Je nach Sorte sind die Stengel 1 bis 1,5 Zentimeter dick, manche sogar 4 Zentimeter, meist 30 bis 35 Zentimeter lang und von unterschiedlicher Farbe und Geschmack. Grüne Sorten (grüne Stiele, grünes Fleisch) wachsen dickstämmiger und enthalten viel Säure. Rote Züchtungen liefern dagegen schwächere Stiele. Manche dieser Sorten weisen grünliches Fleisch und herbe Säure auf, andere rotes Fleisch und ein zartes Himbeeraroma.
Weil der Rhabarber weder an den Boden noch an das Klima besondere Ansprüche stellt, gedeiht er praktisch überall problemlos und hat daher einen Fixplatz in jedem Gemüsegarten. Erwerbsmäßig und in größerem Umfang angebaut wird er bei uns nur in Niederösterreich. Die Ernte erfolgt von April bis Ende Juni.

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Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo