KONSUMENT.AT - Gold aus fairem Handel - Mehr Geld für Fairtrade-Kooperativen

Gold aus fairem Handel

1 Ring aus 20 Tonnen Gestein

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veröffentlicht: 11.05.2016

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Mehr Geld für Fairtrade-Kooperativen

„90 Prozent des weltweit abgebauten Goldes wird in großen Minen gefördert“, weiß Kirner. „Dort arbeiten jedoch nur zehn Prozent der Menschen, die im Goldbergbau tätig sind, da die meiste Arbeit von riesigen Baggern erledigt wird.“ Die anderen 90 Prozent der Arbeiter im Goldbergbau sind laut Kirner kleingewerbliche Schürfer. Oft ist der Goldbergbau mit mafiösen Strukturen und kriminellen Tätigkeiten wie Geldwäsche verbunden. „Ein kleiner Schürfer, der sein Gold weiterverkauft, bekommt meist nur 50 bis 60 Prozent des Börsenpreises.“

1kg Gold kostet 40.000 Dollar

Hier setzt Fairtrade an: "Zertifizierte Genossenschaften erhalten 95 Prozent des Börsenpreises, dazu 2000 Dollar Prämie pro Kilogramm." Zur Orientierung: ein Kilo Gold kostet derzeit rund 40 000 Dollar. Dazu kommt, dass Fairtrade-zertifizierte Genossenschaften legale Schürfrechte besitzen und mit verwendeten Chemikalien verantwortungsvoll umgehen müssen. "Die zwei bisher zertifizierten Kooperativen in Peru verwenden zur Herstellung Zyanidlauge", ergänzt Kirner und räumt ein, dass es eine umweltfreundliche Art der Goldgewinnung derzeit nicht gäbe.

Gold ist rückverfolgbar

Kirner empfiehlt, Gold zu recyceln oder zumindest sorgsam damit umzugehen. „Es kann nicht sein, dass ich jedes Jahr ein Handy, das ja auch Goldteilchen enthält, wegschmeiße, um mir ein neues zu kaufen.“ Eine Möglichkeit sei auch, alten Goldschmuck zum Juwelier zu bringen und daraus ein neues Schmuckstück fertigen zu lassen. "Da es aber den Goldbergbau nun einmal gibt, versuchen wir, die Bedingungen vor allem für die Menschen zu verbessern“, so Kirner. Eine Voraussetzung der Fairtrade-Zertifizierung sei auch die komplette Rückverfolgbarkeit des Goldes.

Um 10 bis 15% teurer

In Österreich sind Fairtrade-zertifizierte Goldringe – Stand Mai 2016 - bei Collection Ruesch und Dorotheum Juwelier erhältlich. Die Mehrkosten sind überschaubar: die Goldringe kosten etwa 10 bis 15 Prozent mehr als herkömmliche Produkte, sie sind am Fairtrade-Gütesiegel auf der Innenseite des Ringes erkennbar.
 

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