Handbuch "FAIRreisen"

Wie man's richtig macht

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KONSUMENT 8/2016 veröffentlicht: 28.07.2016

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Handbuch FAIRreisen (Bild: U. Payer/VKI) Die Auswirkungen des Massentourismus sind fatal. Massiv steigende CO2-Emissionen, Wasserverschwendung, Landschaftszerstörung, Ausbeutung von Arbeitskräften, Kinderarbeit, Sextourismus und vieles mehr. Für den engagierten Tourismusexperten Frank Hermann sind die Grenzen der Belastbarkeit vielerorts bereits überschritten und er fordert: "Der Tourismus der Zukunft ist ökologisch, sozial verträglich, klimafreundlich und politisch korrekt.“ Doch wie soll das gehen?

Reisen und Missbrauch liegen nahe beisammen

In seinem Handbuch „FAIRreisen“ gibt der Autor eine Menge Tipps und nennt zahlreiche Beispiele für nachhaltige Angebote. Aber er warnt auch davor, dass faires Reisen und Missbrauch nahe beisammen liegen. So mögen viele Leute glauben, mit dem immer beliebter werdenden Waisenhaustourismus armen Kindern auf einfache Weise helfen zu können. Doch häufig werden die vermeintlichen Waisenkinder von Geschäftemachern rekrutiert, um ahnungslose Touristen zu Veranstaltungen ins Waisenhaus zu locken, den Großteil der Einnahmen sacken natürlich die „Veranstalter“ ein. Auch Besuche bei der indigenen Bevölkerung oder das Beobachten von Affen und Elefanten in freier Wildbahn kann mehr schaden als nützen.

Örtliche Wirtschaft unterstützen

Da ist es besser, man bleibt beim klassischen Pauschalurlaub ohne „Abenteuer-“ oder „Helfer-“Einlage. Auch da kann man einiges besser machen: Für den Flug CO2-Kompensation leisten, auf All-Inclusive verzichten und örtliche Handwerker oder Restaurantbetreiber unterstützen. Zusätzlich zum Buch, das es auch als E-Book gibt, bekommen Leser auch Zugang zu über 300 Länderreisetipps im Internet.

Frank Hermann: FAIRreisen. Das Handbuch für alle, die umweltbewusst unterwegs sein wollen. oekom Verlag, München 2016. 326 Seiten, € 20,60.

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