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Bananen: Bio gegen Pilzbefall

Vorteile von Fairtrade im Interview

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KONSUMENT 1/2020 veröffentlicht: 19.12.2019, aktualisiert: 28.01.2020

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Die Bananenindustrie ist geprägt von katastrophalen Arbeitsbedingungen: Arbeitszeiten von bis zu 15 Stunden täglich, Löhne weit unter dem Mindestlohn und unbezahlte Überstunden sind keine Seltenheit. Auf vielen Bananenplantagen sind Gewerkschaften verboten.

Die Bananenwirtschaft ist zudem bekannt für den übertriebenen Einsatz von chemischen Schädlingsbekämpfungsmitteln, die bei den Arbeitern gra­vierende körperliche Schäden hinterlassen. Auf den riesigen Plantagen werden meist Flugzeuge eingesetzt, um die Bananen-Anbauflächen mit Pestiziden zu besprühen. Die Arbeiter haben aufgrund der Pestizide ein deutlich höheres Risiko, an Krebs zu erkranken, als Arbeiter, die im Bio-Anbau tätig sind. Auch Magen-Darm-Erkrankungen, Schwindel, Müdigkeit oder Schlaflosigkeit treten bei Arbeitern im konven­tionellen Bananenanbau vermehrt auf.

Fairtrade gewährleistet Arbeitsrechte auf Basis der Richtlinien der International Labour Organization (ILO): Sie beinhalten das Verbot von Zwangsarbeit und ausbeuterischer Kinderarbeit, die Zulassung einer eigenständigen und unabhängigen Vertretung der Beschäftigten und ein Diskriminierungsverbot. Der Gebrauch von Agro-Chemikalien ist bei Fair­trade nur eingeschränkt erlaubt, der Einsatz ver­botener Pestizide zur Gänze untersagt. 
Alle Fairtrade-Bananen sind direkt rückverfolgbar. 

Eine sehr gut umgesetzte Reportage über den Bananenanbau in Ecuador: www.wienerzeitung.at/_wzo_daten/media/Storytelling/bananen

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