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Blumenkauf

Blühende Geschäfte

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Konsument 2/2001 veröffentlicht: 01.02.2001

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Aufgrund dieser Situation initiierte ein breites Bündnis aus Menschenrechtsorganisationen, Gewerkschaften sowie Vertretern von Blumenproduktion und -handel als weltweite Initiative das „Flower Label Programm“ (FLP). Blumenplantagen, die an diesem Programm teilnehmen, müssen folgende Kriterien erfüllen: existenzsichernde Löhne, Gewerkschaftsfreiheit, Verbot von Kinderarbeit, Gleichbehandlung der Frauen, Gesundheitsvorsorge, verantwortungsvoller Umgang mit natürlichen Ressourcen, Verbot von hochgiftigen Pflanzenschutzmitteln, Verringerung des Chemikalieneinsatzes, qualifizierte Ausbildung und Schutzbekleidung.

FLP-Siegel

Die Einhaltung dieser Kriterien wird bei der ersten Überprüfung des Betriebes von jeweils zwei ausländischen, unabhängigen Fachleuten für Sozial- und Umweltfragen festgestellt. Bei groben Verstößen gibt es Auflagen, die erfüllt sein müssen, ehe eine Nachprüfung und die Vergabe des Gütesiegels „Blumen aus menschen- und umweltschonender Produktion“ (FLP-Siegel) vorgenommen werden. Jedes Jahr erfolgt eine unangekündigte Nachprüfung durch lokale Inspektoren. Zudem haben die im FLP-Direktorium vertretenen Gewerkschaftsorganisationen und NGOs (nicht staatliche Organisationen) das Recht, Betriebe zu überprüfen. Und in jedem Land mit FLP-Betrieben gibt es Beschwerdestellen für die Beschäftigten. Blumenhandlungen, die FLP-Produkte führen, sind wiederum verpflichtet, diese mit dem FLP-Siegel zu kennzeichnen.

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