Citybikes

Für Stadtbummler

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Konsument 5/1999 veröffentlicht: 01.05.1999

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Einrohrrahmen mit tiefem Durchstieg

Die traditionelle Trennung des Käuferpublikums in Herren und Damen schwindet: Entscheidend ist, wofür das Fahrrad genutzt werden soll. Frauen, die sich sportlich betätigen wollen, werden sich für einen möglichst stabilen Rahmen, somit für ein „Herrenrad“ entscheiden. Das waagrechte Oberrohr des Herrenmodells ist jedoch beim Auf- und Absteigen hinderlich. Gerade bei Fahrten in der Stadt dominieren kurze Strecken mit häufigen Unterbrechungen. Da empfinden es auch viele Männer als bequemer, wenn sie nicht jedesmal eine eingesprungene Waage vollführen müssen, um sich auf den Sattel zu schwingen. Umso mehr, wenn sie in Straßenkleidung unterwegs sind, die die Bewegungsfreiheit einschränkt. Viele Citybikes werden daher heute nicht mehr in zwei Versionen angeboten, sondern als Unisex-Modell für Damen und Herren. Dabei setzt sich immer mehr der Einrohrrahmen mit extrem tiefem Durchstieg durch: Bei klassischen Damenrädern läuft das Oberrohr mehr oder weniger parallel zum Unterrohr; der Einrohrrahmen verwendet statt dessen nur ein (verstärktes) Rohr. Offensichtlicher Vorteil: Die Hürde beim Durchsteigen ist viel tiefer. Die Stabilität des Rades leidet darunter nicht. Einrohrrahmen-Modelle sind klassischen Damenrädern in dieser Hinsicht zumindest ebenbürtig. Dies wurde auch in unserem Praxistest bestätigt. Geringe Stabilität würde sich vor allem beim Bergabfahren durch Zittern oder Schlingern bemerkbar machen. Die meisten der getesteten Räder haben Bergabfahrten aber recht gut bewältigt.

Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo