KONSUMENT.AT - Fahrradhelme für Kinder - So haben wir getestet

Fahrradhelme für Kinder

Schicke Schale

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Konsument 5/2005 veröffentlicht: 22.04.2005

Inhalt

So haben wir getestet

Im Rahmen einer internationalen Kooperation wurden acht in Österreich erhältliche Fahrradhelme für Kinder getestet.

Technische Prüfung

Prüfung nach Europanorm EN 1078. Stoßdämpfung: Überprüfung an einer Fallmaschine mit Prüfköpfen. Vorbereitung der Helme: Abkühlung auf –20 Grad, Erwärmung auf +50 Grad Celsius, Beregnung mit Leitungswasser. Freier Fall der Prüfköpfe mit Helm aus ca. 1,5 m Höhe auf flachen, aus 1,1 m auf kantigen Stahlsockel. Aufprall vorne, hinten, oben und seitlich. Abstreifsicherheit: Mit einem 10-Kilo-Fallgewicht aus 17,5 cm Höhe wurde versucht, den Helm bei geschlossener Trageeinrichtung von hinten über den Prüfkopf abzuziehen.

Prüfung der Elastizität und Reißfestigkeit von Riemen und Verschlüssen. Hitzebeständigkeit: Beurteilung der Helme auf bleibende Veränderungen nach mehrstündiger Lagerung bei 80 Grad Celsius. Zusätzlich wurde das Vorhandensein einer Vorrichtung zum Insektenschutz (luftdurchlässiges Netz im vorderen Bereich) bewertet.

Handhabung/Komfort

Drei Kinder und drei Erwachsene beurteilten das Einstellen auf die Kopfgröße mithilfe des Ringsystems, die Passform und das Anpassen, Schließen und Öffnen der Kinnriemen. Ermittlung der Belüftungseigenschaften durch Thermographie. Prüfung der Bedienungsanleitung auf Vollständigkeit und Verständlichkeit.

Bewertung

Wertung: 4 von 5 Sternen
1 Stimme

Kommentare

  • Der Fachhandel als Kaufhürde
    von Mag Zirnig am 04.02.2010 um 11:57
    Beim Versuch, den preisgünstigen Kinderhelm "Bell Amigo" zu kaufen, habe ich festgestellt, dass der Hinweis "Es kann daher vorkommen, dass die getesteten Modelle gerade nicht lagernd sind" eine starke Untertreibung ist. Es ist vielmehr die Regel! Die Händler legen sich lieber die hochpreisigen Modelle auf Lager und schrauben die Hürden für den Kauf billiger, aber guter Helme möglichst hoch. -.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.- "Problemlos", wie im Artikel bezeichnet, ist das Bestellen von Helmen nur für den Händler, nicht aber für den Konsumenten. Ab einem Preis von 40 EUR weigern sich auch die großzügigsten Händler (in meinem Fall Intersport Eybl), einen Helm nur zur Ansicht zu bestellen und verlangen eine Anzahlung, die bei Nichtkauf verfällt. Man muss also in jedem Fall die Katze im Sack kaufen: will man die getesteten Helme haben, ist kein Anprobieren und keine Auswahl von Farbe oder Muster möglich, greift man dagegen zur nicht getesteten Lagerware, riskiert man Mängel bei Technik und Handhabung. -.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.- Dazu kommt, dass das schlecht geschulte Kaufpersonal in jeder Filiale einer Sportkette eine andere Auskunft gibt. In einer war die Bestellung des "Cratoni Mad X"-Modells möglich, in einer anderen angeblich nicht, in einer kostete der "Bell Amigo" 30 EUR, in der anderen 32 EUR. Dabei muss man schon froh sein, wenn man nicht mit einem "Führen wir nicht!" abgewimmelt wird. Mit einer gute Stunde Zeitaufwand und Telefonkosten muss man also schon rechnen, will man zu seinem getesteten Wunschhelm kommen. Bei Preisunterschieden von 20 EUR für getestete Qualität wird man das aber trotzdem in Kauf nehmen, wo doch die Kinder aus dem Helm bald schon wieder herausgewachsen sind und ein neuer Helm fällig wird.