KONSUMENT.AT - Fitness-Studios - Verträge: Fitness ohne Fairness

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Training, Kosten, Konditionen

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Konsument 12/2001 veröffentlicht: 01.12.2001

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Verträge: Fitness ohne Fairness

Der Eintritt in einen Fitnessclub ist oft mit erheblichen Kosten verbunden, und wenn man dann dabei ist, kommt man mitunter nur schwer wieder los. Denn was ist im Falle einer längeren Erkrankung oder eines mehrmonatigen Auslandsaufenthalts? Laufen die Kosten dann gnadenlos weiter?

Nur mit Kopie des Vertrages

Deshalb sollte man unbedingt darauf bestehen, dass man eine Kopie des Vertrages mit nach Hause nehmen kann, um ihn in Ruhe durchzulesen. Beim Fitnessclub Heimlich war dies nicht möglich, dort händigte man uns keinen Vertrag aus; wir haben diesen Betrieb daher um eine Stufe abgewertet.

Massive Eingriffe in Konsumentenrechte

Das Kleingedruckte sämtlicher Verträge war in weiten Bereichen zu beanstanden, da es etliche gesetzwidrige Passagen enthielt. Die Betreiber nahmen sich darin willkürlich gravierende Besuchszeitänderungen, eine weiträumige Standortverlegung des Clubs oder Betriebsunterbrechungen bis zu sechs Wochen ohne Rückvergütung heraus. Die betreffenden fünf Fitnessclubs wurden vom VKI gegen Klagsdrohung dazu aufgefordert, entsprechende Passagen zu streichen. Zwei Verfahren sind im Laufen – wir werden weiter darüber berichten.

AGB vorher lesen

Vor Vertragsabschluss ist es deshalb zu empfehlen, auch die Allgemeinen Geschäftsbedingungen genau zu lesen und gegebenenfalls Streichungen oder Änderungen vorzunehmen. Wichtig ist, dass dies auch schriftlich festgehalten wird. Mündliche Vereinbarungen wären nach dem Gesetz zwar ausreichend, sind aber üblicherweise im Streitfall äußerst schwierig nachweisbar.

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