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Flugbuchungen online

Preisturbulenzen

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KONSUMENT 7/2014 veröffentlicht: 26.06.2014, aktualisiert: 28.05.2015

Inhalt

Darauf sollten Sie beim Online-Buchen achten:

  • Servicegebühren: Vergleichen Sie mithilfe mehrerer Onlineportale und checken Sie gute Angebote auch direkt auf den Homepages der jeweiligen Fluglinien. Das erspart unter Umständen die von Zwischenhändlern verrechneten Servicegebühren.
  • Vertragspartner: Mit wem schließen Sie einen Vertrag ab? Finden Sie Name, Adresse und Kontaktmöglichkeit heraus. Auch wenn Sie über einen Zwischenhändler buchen, sollten Sie für allfällige Reklamationen die Kontaktdaten der Fluglinie bzw. des Hotels kennen.
  • Zusatzkosten: Achten Sie auf den Endpreis. Zum günstigen Flugtarif können ­Flughafentaxen oder Extragebühren für Gepäck, Sitzplatzreservierung oder eine Versicherung kommen.
  • Stornierung: Gebuchte Flüge können oft nur kostenpflichtig oder gar nicht ­storniert werden. Sehen Sie sich die Storno-Infos des Onlineanbieters genau an.
  • Servicepakete: Beachten Sie die genauen Formulierungen bei Rundum-Service­paketen. „Bei Stornierung entfällt unser Bearbeitungsentgelt“ etwa ist kein Stornoschutz!
  • Versicherungsangebote: Nicht einfach mitabschließen; Laufzeit sowie Deckungsumfang genau prüfen. Vielleicht sind Sie bereits anderweitig (über Europäische Krankenversicherungskarte, Kreditkarte, Freizeit-Unfallversicherung) ausreichend versichert.


Zusammenfassung:

  • Noch einiges offen: Unklarheit über den Vertragspartner, zahlreiche Extragebühren, fehlerhafte Preisangaben oder ausgefallene Zahlungsarten – bei Online-Flugbuchungen ist weiterhin mit Überraschungen zu rechnen.
  • Extras wegklicken: Noch immer sind verschiedene Zusatzleistungen mitunter bereits vorausgewählt (Opt-out).
  • Reklamationen: Servicenummern der Zwischenhändler kosten oft nur Nerven und Geld. Wenden Sie sich möglichst direkt an Ihren Vertragspartner (Hotel oder Fluglinie).


Das Europäische Verbraucherzentrum Österreich (EVZ) informiert über Ihre Rechte auf Reisen. Artikel zum Thema finden Sie auf unserer Homepage www.europakonsument.at. Sollten Sie im Zuge einer Reise Probleme mit einem Anbieter oder Unternehmen im europäischen Ausland haben, bietet Ihnen das EVZ kostenlose rechtliche Beratung an.

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Kommentare

  • Das gesamte Online-Buchungsgeschäft ist illegal
    von NETclub50plus am 07.07.2014 um 16:05
    Das fällt nur niemandem auf. Denn für das Gewerbe der Reisevermittlung - wie es ja de facto auf den Online-Plattformen stattfindet - wäre eine entsprechende Gewerbeberechtigung in Österreich erforderlich. Eine solche besitzen aber die mir bekannten Online-Plattformen nicht. Sie reden sich deshalb in den Selbstdarstellungen darauf aus "nur Werbe-Plattform" (also nicht Vermittler) zu sein. Rechtlich ist das völlig irrelevant, weil in Wirklichkeit ja sehr wohl die Buchungsmöglichkeit angeboten wird. Wie streng hingegen die entsprechenden Gesetzesbestimmungen - gegenüber Kleinen! - ausgelegt werden, weiß ich aus eigener, leidvoller Erfahrung: Ich habe vor Jahren eines meiner Computerseminare in einem Hotel in Laa an der Thaya abgehalten. Dazu übermittelte ich dem Hotelier die Namen der aus Wien anreisenden Teilnehmer, auf dass er sie in seinem Hause unterbringe. Nicht mehr. Das hat mich 600 Euro gekostet. Im entsprechenden Bescheid des Magistrats (9. Bezirk) wurde zwar bestätigt, dass keinerlei Bereicherung durch mich stattfand (ich habe also keine Provisionen kassiert - sehr im Unterschied zu den Buchungsplattformen - keinerlei Aufschlag berechnet, ja nicht einmal das Geld für die Unterkunft kassiert das bezahlten alle Teilnehmer selbst im Hotel). Dennoch musste ich die Strafe berappen. Denn laut Strafverfügung sei nicht die Gewinnabsicht ausschlaggebend, allein das Senden einer E-Mail mit den Namen von Gästen erfülle aber schon den Tatbestand der unerlaubten Vermittlertätigkeit...:-( Und wie sieht das bei den Plattformen mit ihren Millionen-Umsätzen aus? Da traut sich unser Rechtssystem nicht dran. Wer legt sich schon gerne mit Konzernen an? Mit "Kleinen" schon. PS: Als strafverschärfend galt, dass ich für meine Teilnehmer Karten für ein Konzert von Peter Kraus beschafft hatte, das zu diesem Zeitpunkt dort stattfand. Ich pilgerte zur Raiffeisenbank, kauft die Karten von eigenem Geld und gab sie ohne Aufschlag an die daran interessierten Teilnehmer weiter (wurde so auch im Bescheid bestätigt). Das hätte ich aber auch nicht dürfen, denn auch dazu bedarf es einer entsprechenden Gewerbeberechtigung ...