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Haustiere, Serie - Teil 1

Hund und Katz'

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Konsument 10/2005 veröffentlicht: 15.09.2005

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Achtung bei "Extremrassen"

Grundsätzlich sollten Hundeneulinge die Hände von wehrhaften und selbstständigen Rassen lassen. Klar muss man sich auch darüber sein, dass extremes Aussehen Gesundheitsprobleme zumindest begünstigt: Wer ein Tier einer „Extremrasse“ ankauft – der Kaufpreis kann je nach Rasse zwischen fünfhundert und mehreren tausend Euro liegen –, fördert damit die Weiterzucht solcher Tiere. Im Klartext: Ein Mops sieht mit seinem „Babyface“ zuckersüß aus, doch die stark verkürzten Atemwege belasten das Herz.

So ein Kerlchen als „Tierschutzfall“ aufzunehmen ist eine gute Tat, es um teures Geld zu kaufen heizt dagegen die „Produktion“ weiterer genetisch belasteter Tiere an. Gleiches gilt im Übrigen für „extreme“ Katzenrassen: Auch Perser ganz ohne Näschen leben nur selten gesund. Grundsätzlich ist der Vorteil bei Rassetieren, dass nicht nur Aussehen, sondern auch charakterliche Eigenschaften in einem gewissen Maß vorhersagbar sind – Mischlinge sind eher für Überraschungen gut.

Zuwendung schafft Beziehung 

Davon abgesehen gelten Mischlinge gemeinhin als gesünder – und auch klüger – als Rassetiere, doch das ist eine Mär: Gene kombinieren sich nach dem Zufallsprinzip, auch bei einem kunterbunten Mix können ererbte Gesundheitsdefekte wirksam werden. Und bloß weil ein Hund keinen Stammbaum hat, ist er noch lange kein Einstein. Wobei das mit der Intelligenz überhaupt so eine Sache ist – sowohl Katzen als auch Hunde sind in ihrem Dasein als „Hausgetier“ oft unterfordert.

Spiel und Unterhaltung

Wir halten sie meist aus emotionalen Gründen, doch sie sind für ganz andere Lebensumstände geboren. Damit Hund und Katze körperlich und seelisch gesund bleiben, müssen sie bei Spiel und Spaß mit „ihren“ Menschen ihr angeborenes Verhalten ausleben können. Auch Wohnungskatzen bleiben schlank und bei Appetit, wenn wir sie täglich mit spannenden Spielminuten verwöhnen, Bellos werden durch Suchspiele mit versteckten kleinen Happen gefordert. Auch für die Beziehung zu Hund und Katz’ gilt eben: Es kommt drauf an, was man daraus macht.

 

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