KONSUMENT.AT - Hundefutter - So füttern Sie Ihren Hund richtig

Hundefutter

Risiko im Fressnapf

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Konsument 9/2006 veröffentlicht: 16.08.2006

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Univ.-Prof. Dr. Christine Iben,
Institut für Ernährung
der Veterinärmedizinischen Universität Wien

  Wie oft sollte ein Hund gefüttert werden?
Bis zum Alter von etwa 6 Monaten sollen Hunde dreimal täglich gefüttert werden, danach bis zum Alter von einem Jahr zweimal täglich. Eine Fütterung pro Tag ist bei ausgewachsenen Tieren kleiner Rassen ausreichend, größere Rassen (ab 20 kg) sollten aber wegen der Gefahr einer Magendrehung zweimal täglich gefüttert werden. Man kann z.B. ein Drittel am Morgen geben, zwei Drittel am Abend.

Trocken- oder Feuchtfutter – was ist besser?
Prinzipiell keines von beiden, manche Tiere vertragen eher Trockenfutter, andere eher Feuchtfutter. Einige Feuchtfutter weisen allerdings einen extrem hohen Eiweißgehalt auf (am Etikett ersichtlich; z.B. Rohprotein 12 %), weshalb sie als Alleinfutter nicht geeignet sind.

Früher wurde ein Fasttag pro Woche empfohlen – macht Hunger den Hund gesünder?
Übergewichtige Tiere wird Hunger gesünder machen, während normalgewichtige oder gar unterernährte Tiere dadurch krank werden können. Ein Fasttag ist allerdings nicht empfehlenswert: Bei übergewichtigen Tieren sollte die tägliche Futtermenge bei regelmäßiger Fütterung reduziert werden.

Manche schwören aufs Selberkochen, andere auf Fütterung mit rohem Fleisch – birgt das nicht Risiken?
Selberkochen bzw. die Fütterung von rohem Fleisch mit diversen Zutaten kann durchaus eine adäquate Ernährung darstellen, wenn es richtig gemacht wird. Bei wachsenden Hunden besteht die Gefahr einer unzureichenden Gabe von Mineralstoffen, insbesondere von Kalzium, und dadurch verursachten Wachstumsstörungen. Rohes Fleisch muss von hygienisch einwandfreier Qualität sein. Die Gefahr einer Ansteckung mit der Aujeszky’schen Krankheit durch rohes Schweinefleisch ist in Österreich aber sehr gering.

Was sind die Ursachen von Fettleibigkeit bei Hunden?
Zu viel Futter (z.B. zusätzliche Leckereien) und mangelnde Bewegung.

Was Frauchen und Herrchen essen, tut Hunden kaum je gut …
Manche Nahrungsmittel, die für uns Menschen gut verträglich sind, dürfen Hunde nicht oder nur in geringen Mengen aufnehmen. Dazu zählt Schokolade, vor allem Bitterschokolade, denn Kakao enthält das für Hunde unverträgliche Theobromin. Aus den USA kommen auch Meldungen von Todesfällen bei Hunden durch die Aufnahme von größeren Mengen von Rosinen. Zwiebeln wiederum enthalten Schwefelverbindungen, die
die roten Blutkörperchen zerstören. Und Avocados enthalten das für Menschen ungiftige Persin, das jedoch für die meisten Tiere, auch Hunde, giftig ist.

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