Imprägniermittel

Auch Funktionskleidung braucht Schutz

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KONSUMENT 11/2015 veröffentlicht: 29.10.2015

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Outdoorfans schwören auf Kleidung und Schuhe mit wasserdichter und atmungsaktiver Membran (Gore-Tex, Sympatex, …). Doch mit der Zeit geht diese Wirkung sogenannter Funktionskleidung verloren, vor allem nach mehreren Waschgängen. Dann muss ein Imprägniermittel her!

Auf dem Markt gibt es Treibgassprays, Pumpsprays, Sprühschäume und sogenannte Wash-ins, die beim Waschvorgang (in der Waschmaschine) beigegeben werden. Am bequemsten in der Handhabung sind Treibgassprays, wobei die besonders schädlichen Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) seit Langem verboten sind, in Österreich (anders als etwa in Deutschland oder anderen EU-Staaten) auch fluorierte Treibhausgase (HFKW). Sprays mit alternativen Treibgasen sind in der Bedienung aber um nichts schlechter. Gegenüber Pumpsprays haben sie überdies den Vorteil, dass mit ihnen eine feinere Zerstäubung möglich ist als mit mechanischer Kraft (durch Pumpen). Der Preis eines Imprägniermittels ist übrigens kein Qualitätsbeweis. Tests haben gezeigt, dass auch preiswerte Produkte eine gute Wirkung erzielen.

Sparsamer Einsatz und richtige Pflege

Da Imprägniermittel (auch solche ohne Treibgas) weder der Gesundheit noch der Umwelt besonders zuträglich sind, empfiehlt sich ein sparsamer Einsatz. Häufig lässt sich die Imprägnierung nach dem Waschen durch eine Hitzebehandlung auffrischen: entweder die Außenseite mit einem Föhn behandeln oder das Kleidungsstück im Wäschetrockner trocknen (auf die Pflegeanleitung achten). Manchmal wird auch die Behandlung mit einem Bügeleisen empfohlen, aber damit sollte man besonders vorsichtig umgehen (nicht zu heiß bügeln).

Wasser soll abperlen

Um die Wasserdichtheit zu überprüfen, gibt es einen einfachen Test: Ein paar Wassertropfen auf den Stoff träufeln; perlen sie ab, dann ist es gut; werden sie eingesogen, muss nachimprägniert werden (oder das verwendete Imprägniermittel taugt nichts). Wer sich die Mühe sparen will, kann Funktionskleidung auch in die Putzerei tragen. Allerdings sollte man sich bestätigen lassen, dass eine spezielle Pflege (schonendes Waschen sowie Imprägnieren) angeboten wird. Dann kann man nachher im Fall des Falles auch reklamieren.

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