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Kindergetränke

Bunte Verführer

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Konsument 9/2001 veröffentlicht: 01.09.2001

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Überreichlich Zucker enthalten

Die Binsenweisheit „süß macht durstig“, scheint bei den „Durstlöschern“ für die Kleinen völlig ignoriert zu werden. Denn damit es dem Nachwuchs so richtig schmeckt, wird kräftig gezuckert. Spitzenreiter dabei ist Dreh und Trink Kirsche mit einem Zuckergehalt von 13 Prozent, was satten 26 Gramm oder 6 1/2 Stücken Würfelzucker(!) pro Flasche (0,2 Liter) entspricht. Mit nur einem Getränk erreichen etwa Zwölfjährige damit bereits rund die Hälfte der von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlenen täglichen Dosis. Insgesamt wies mehr als die Hälfte der untersuchten Getränke einen Gesamtzuckergehalt zwischen 10 und 13 Prozent auf, 16 bewegten sich im Bereich zwischen 8 und 10 Prozent. Fruchtsäfte verfügen von Natur aus über einen relativ hohen Anteil an Fruchtzucker, bei den anderen Getränken rührt der süße Geschmack hauptsächlich von Haushalts-, teilweise auch von Traubenzucker.

Jenen sechs Säften, deren Zuckergehalt niedriger war, wurde mit künstlichen Süßstoffen (Aspartam oder Acesulfam K) auf die Sprünge geholfen. Was vordergründig für die Vorbeugung von Zahnkaries spricht, ist näher betrachtet bedenklich: Schon ein Liter enthält fast die für Volksschulkinder verträgliche Menge Süßstoff, die pro Tag nicht überschritten werden sollte. Da dieser aber auch in vielen Zuckerln, Kaugummis und Milchprodukten enthalten ist, kann eine Überdosierung schnell erreicht sein (siehe dazu unseren Tipp unter "Weitere Artikel - Light-Getränke").

Vielen Produkten waren auch Vitamine zugesetzt, hauptsächlich A, C und E. Vitamine also, die dem Körper bei ausgewogener Ernährung ohnehin in ausreichendem Maß zugeführt werden. Bei den untersuchten Colagetränken war übrigens kein Koffein nachweisbar.