KONSUMENT.AT - Kinderschuhe - Länge passt, Breite nicht

Kinderschuhe

Eingezwängt

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KONSUMENT 3/2012 veröffentlicht: 23.02.2012

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Veränderungen seit 2007

Unser letzter Kinderschuhtest liegt bereits einige Jahre zurück (siehe KONSUMENT-Test Kinderschuhe 9/2007). Auffälligstes Ergebnis damals: Bei den meisten Schuhen stimmten die Größenangaben nicht. Sie waren meist kleiner als angegeben. Und sie waren oft zu schmal geschnitten. Nun gingen wir erneut auf Einkaufstour, um zu überprüfen, ob sich daran etwas geändert hat. Obwohl die Saison dafür bereits vorbei ist, nahmen wir auch einige wenige Stiefel mit, denn der nächste Winter kommt bestimmt.

Qualität: wenig zu bekritteln

Nach dem Einkauf wurden alle Schuhe auf ihre Qualität überprüft. Hier gab es wenig zu bekritteln. Ob Leder oder Synthetik: Die meisten der eingesetzten Materialien waren atmungsaktiv. Der Sohlenaufbau (Boden) entsprach den Anforderungen für Kinderschuhe. Auch die Verarbeitung passte. Saubere und flache Nähte waren beim Großteil der Schuhe Standard.

Länge passt, Breite nicht

Anders als beim letzten Test wurden die Schuhe diesmal nicht innen vermessen. Um zu überprüfen, ob die angegebenen Größen stimmen, wurden alle Modelle aufgeschnitten. Anschließend erfolgte die Vermessung der Innensohle (Brandsohle) sowohl in der Länge als auch in der Breite. Ergebnis: Auf die Größenangaben ist inzwischen Verlass! Eine echte Überraschung.

Weniger gut fielen die Ergebnisse bei der Breite aus. Nach wie vor sind die meisten Kinderschuhe einfach zu schmal geschnitten. Das ist extrem ärgerlich. Schon bisher mussten sich die, wie man aus Vermessungen weiß, zunehmend breiteren österreichischen Kinderfüße in zu schmale Schuhe zwängen. Nun sind auch die deutschen Kids dran.

Kinderfüße werden nachweislich breiter

Mit einer groß angelegten Studie wurde inzwischen nachgewiesen, dass auch in unserem Nachbarland die Füße der Kinder breiter werden. Den Schuherzeugern, die immer öfter in China, Indien oder Vietnam sitzen, ist diese Tatsache aber offensichtlich egal. Verbesserungsbedarf sehen wir auch bei der Kennzeichnung. Selbst wenn der Kunde nun meist die Größe bekommt, die er verlangt: Die Angabe der Weite ist bei Kinderschuhen nach wie vor ein Minderheitenprogramm.

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Kommentare

  • Zu wenig breite Schuhe
    von REDAKTION am 30.03.2012 um 10:44
    Der Schuheinkauf mit Kindern, die breite Füße haben, ist tatsächlich mühsam. Meist endet es mit ein Paar Schuhen, die eine Nummer größer gekauft werden, damit sie in der Breite noch halbwegs passen. Wie unser Test zeigt, stimmt inzwischen wenigstens die Angabe bei der Kennzeichnung der Größen. Wir haben Hoffnung, dass sich in Zukunft auch weitenmäßig was tut. Ihr KONSUMENT-Redaktionsteam
  • Viel zu wenig breite Schuhe... WMS Sy´stem ist meist ein Schwindel
    von kinkg am 30.03.2012 um 08:42
    Ich habe ein Kind mit sehr breitem Fuß. Für uns ist Schuhe kaufen sehr schwierig. Die Auswahl ist meist bei max. 1 Schuh. Superfit (wurde hier leider nicht getestet), Elfanten und Bama haben alle das WMS System. Wobei Bama der Einzige ist der auch für Mädchen Schuhe mit Weite W hat. SuperFit hat zwar das WMS System aber immer nur M Schuhe (auch bei Buben fast nur M). Fühle mich da fast veräppelt wenn Sie schon so ein System haben und es dann nicht anwenden (Elefanten auch nur M). Verstehe nicht warum Bama beim Test bei der Kennzeichnung nicht besser abgeschnitten hat? Ich kann auch Kovo Schuhe weiterempfehlen(Humanic), sind breit, echt Leder und haben alle eine Sohle zum rausnehmen mit Markierung ob zu groß zu klein oder obs passt und sind auch noch günstig (ca. 30€). Reno (da gibts Bama) hat auch einen Computer zum Vermessen der Schuhgröße und Breite, sowie auch zwei manuelle Geräte zum Bestimmen der Breite und Größe, das geht mir bei anderen Geschäften ab!
  • Schadstoffe nicht geprüft
    von MargotBelyus am 08.03.2012 um 12:28
    Danke für den Kinderschuh-Test. Schade, daß Sie die Materialien nicht auf Schadstoffe geprüft haben - die Testergebnisse wären deutlich anders ausgefallen. Superfit ist bei Ökotest deswegen glatt durchgefallen. Bei Waldviertler hätte mich das Ergebnis sehr interessiert. Ich beziehe Kavat-Schuhe extra aus Deutschland. Diese sind mit dem EU-Ecolabel zertifiziert.
  • Schuhe für Erwachsene
    von susie am 23.02.2012 um 19:24
    Ehrlich gesagt wundert es mich nicht, dass die Füße der Kinder breiter werden. Asiatische Füße sind breiter. Abgesehen davon werden die Menschen ohnehin auch größer, da müssen die Füße auch wachsen. Ich habe eher das umgekehrte Problem mit Damenschuhen. Diese werden anscheinend immer breiter. Nach dreimal anziehen verliere ich diese, was bei High Heels ganz schön gefährlich werden kann. Daher war meine Vermutung eher, dass eben die Produktion in China oder der Türkei daran schuld ist, dass mir mittlerweile fast jeder Schuh zu weit ist. Leider lässt die Verarbeitung des Fußbetts auch bei teuren Lederschuhen oft zu wünschen übrig. Ich muss nun auf noch teurere Englische oder Italienische Fabrikation ausweichen. Grundsätzlich könnte ich mir vorstellen, dass ich nicht die Einzige bin, die dieses Problem hat. Ich könnte mir daher schon vorstellen, dass es möglich sein müsste passende Schuhe für alle Konsumenten herzustellen, also für "römische" "griechische" und "asiatische" Füße, und das auch so kennzeichnet.