KONSUMENT.AT - Laufschuhe, Joggingschuhe - Unternehmens-Ethik: Rückschläge

Laufschuhe, Joggingschuhe

Auf weichen Sohlen

Seite 4 von 8

Nächsten Inhalt anzeigen
Konsument 7/2007 veröffentlicht: 30.05.2007

Inhalt

Unternehmens-Ethik: Rückschläge

Theoretisch funktioniert es ja: Die großen Laufschuhhersteller (sei es Nike, Adidas, Puma, Reebok oder New Balance) haben ihren Zulieferfirmen Auflagen erteilt, die sicherstellen sollen, dass faire Arbeitsbedingungen eingehalten werden. Das hat unser Ethiktest im Juni 2003 bestätigt.

Zuletzt ist auch Asics Austria dazugestoßen: Die japanische Firma will künftig mit Gewerkschaften und NGOs zusammenarbeiten, um die Rechte der Arbeiter zu berücksichtigen.

Aber in der Praxis scheinen die Markenfirmen wenig Interesse daran zu haben, dass ihre Auflagen auch wirklich eingehalten werden. So hat Puma ein gemeinsames Pilotprojekt mit der Clean Clothes Kampagne (CCK) aus finanziellen Gründen auslaufen lassen. Es sollten die Arbeitsbedingungen in den Zulieferbetrieben objektiv überprüft werden. Die Kosten für eine Projektverlängerung um ein halbes Jahr liegen laut CCK weit unter dem Tagesverdienst des Puma-Vorstandsvorsitzenden Zeitz.

Im Februar 2007 erklärte die BJ&B-Fabrik in der Dominikanischen Republik, dass sie zusperren wird. Sie arbeitete in der Vergangenheit für Nike und Reebok (mittlerweile von Adidas übernommen). BJ&B war eine der wenigen Fabriken, die Gewerkschaften geduldet hatte. Die Aufträge wanderten zu anderen Fabriken, in denen es keine gewerkschaftliche Organisierung gibt.

Oxfam-Report über die Arbeitsbedingungen in der Sportartikelindustrie: www.oxfam.org/en/files/offside_labor_report/download

Bewertung

Wertung: 5 von 5 Sternen
1 Stimme
Weiterlesen