KONSUMENT.AT - Laufschuhe, Joggingschuhe - So haben wir getestet

Laufschuhe, Joggingschuhe

Auf weichen Sohlen

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Konsument 7/2007 veröffentlicht: 30.05.2007

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Laufschuhe: So haben wir getestet

Aus einem Test der Stiftung Warentest veröffentlichen wir die Ergebnisse von 13 Herren-Laufschuhen, alle nach Herstellerangaben neutral, also für Läufer ohne Fußfehlstellung.

Biomechanik. Die Prüfungen erfolgten an den eingelaufenen Schuhen (nach 180 km). Dafür wurden eine Messplattform sowie ein Beschleunigungsmesser, ein elektronischer Winkelmesser (Goniometer) und Drucksensoren eingesetzt. 20 Tester führten jeweils 5 Versuche durch. Stoßdämpfung: Maximale Beschleunigung an der inneren Schienbeinkante (mediale Tibia), Kraftanstiegsraten und Frequenzspektrum des Vertikalkraftsignals. Stützfunktion: Pronationsausmaß und -geschwindigkeit mittels Elektrogoniometer (Messen des Achillessehnenwinkels). Druckverteilung: Fixierung von Drucksensoren an 7 definierten Punkten unter dem Fuß, Messung der maximalen Druckbelastungen am Vorfuß und an der Ferse sowie Druckanstiegsraten.

Orthopädische Beurteilung. Zwei Orthopäden beurteilten die getragenen und die neuen Schuhe nach Fersenführung, Flexibilität der Sohle, Pronationskontrolle, Abrollverhalten, Schnürung, Zehenfreiheit, Torsion, Verarbeitung.

Laufpraxis. 20 Läufer legten eine Strecke von 9 km zurück, mit Steigungen und Gefälle über Asphalt und Waldboden. Zu beurteilen waren: Gesamteindruck beim Laufen , das An- und Ausziehen und der Fußkomfort (Passform, Druckstellen, Fußklima).

Haltbarkeit. Zur Prüfung der Beständigkeit des Fersenmaterials wurden die Schuhe im Rahmen eines automatischen Dauertests 240.000 Lastwechseln ausgesetzt. Bewertet wurden die Änderungen von Energieaufnahme und Energieverlust sowie Steifigkeit und Höhe des Fersenmaterials. Bestimmung der mechanischen Eigenschaften des Sohlenmaterials mittels Impacter (8,5 kg aus 50 mm Höhe auf die Ferse; in Anlehnung an ASTM (F 1614)). Abrieb des Fersenfutters und der Einlegesohle in Anlehnung an die DIN EN ISO 12947 (Martindale-Verfahren). Biegefestigkeit der Sohle in Anlehnung an DIN EN ISO 20344: Nadeleinstich in Nähe der maximalen Biegung, anschließend 30.000 Mal Sohle gebogen.

Schadstoff-Freiheit. Analyse des textilen Obermaterials auf Azofarben, allergisierende oder krebserregende Farbstoffe, lösliche Schwermetalle, zinnorganische Verbindungen, chlorierte Phenole und Formaldehyd. Bei deutlichem Geruch der neuen Schuhe Untersuchung auf flüchtige organische Komponenten.

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