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Lawinensuchgeräte

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Konsument 2/2001 veröffentlicht: 01.02.2001

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100 Todesopfer pro Jahr

Angelockt vom Erlebnis der Freiheit, die das Fahren im Tiefschnee und im unverspurten Gelände verspricht, sind immer mehr Wintersportbegeisterte abseits der Pisten unterwegs. Allein im Alpenraum endet für jährlich rund hundert von ihnen der Spaß tödlich. Wobei laut Statistik 95 Prozent aller Lawinen von den Skifahrern selbst ausgelöst werden.

Kommt es in der Folge zu einer Ganzkörperverschüttung, stehen die grundsätzlichen Überlebenschancen mit 46 Prozent von vornherein schlecht. Dabei spielt aber der Zeitfaktor eine wesentliche Rolle: Gelingt die Bergung innerhalb von 15 Minuten, entkommen noch 93 Prozent der Verschütteten dem „weißen Tod“. Danach beginnt – nüchtern medizinisch ausgedrückt – die Erstickungsphase. Weniger als eine Stunde nach dem Lawinenabgang liegt die Wahrscheinlichkeit einer Lebendbergung nur noch bei mageren 25 Prozent und sinkt in der Folge auf ein Minimum ab. Statistische Daten, hinter denen Winter für Winter menschliche Tragödien stehen und die belegen, wie wichtig die so genannte Kameradenrettung ist. Dieses militärisch anmutende Wort meint die sofortige Einleitung von Rettungsmaßnahmen durch jene Personen, die gemeinsam mit dem Verunglückten unterwegs waren. Die Zeit, die bis zum Eintreffen eines Rettungsteams verstreicht, ist viel zu kostbar. So ist es nicht verwunderlich, dass – um nochmals die Statistik heranzuziehen – bei organisierter Rettung mehr als 70 Prozent Totbergungen zu verzeichnen sind.