KONSUMENT.AT - Pubertät: Akne - Akne: So wird behandelt - Retinoide

Pubertät: Akne

Angst vor dem Spiegel

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KONSUMENT 10/2011 veröffentlicht: 13.09.2011

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Retinoiden: Therapie mit Risiken

Retinoide (Abkömmlinge der Vitamin-A-Säure) verhindern wie Benzoylperoxid die Bildung von übermäßigem Talg und weichen Verhornungen auf. Auch Renitoide irritieren die Haut zu Anfang sehr, weshalb Hautärzte empfehlen, Salben und Cremen mit Retinoiden zu Beginn der Therapie nur jeden zweiten Tag anzuwenden. Retinoide können in schweren Fällen auch als Kapseln zum Schlucken verabreicht werden (dann heißen sie Isotretinoin) und haben in beiden Fällen noch andere Neben­wirkungen: Sie machen die Haut extrem empfindlich gegen Sonnenlicht; Sonnenbäder sind deshalb tabu. Und die Reti­noide können zu Missbildungen bei Un­geborenen führen.

Mädchen und junge Frauen, die damit behandelt werden, müssen also unbedingt für Schwangerschaftsverhütung sorgen, und zwar noch bis zu drei Monate nach Therapieende. Isotretinoin steht überdies im Verdacht, Depressionen bis hin zu Selbstmordgedanken auszu­lösen. Erwiesen ist das nicht, aber auch der Beweis des Gegenteils steht noch aus.

Antibiotika manchmal sinnvoll

Wird mit anderen Präparaten keine aus­reichende Wirkung erzielt, können zusätzlich auch Antibiotika sinnvoll sein. Diese sind sowohl als äußerlich wie auch als innerlich anzuwendende Mittel auf dem Markt. Es besteht allerdings die Gefahr, dass Bakterien gegen den Wirkstoff oder ein Antibiotikum aus der gleichen Wirkstoffgruppe unempfindlich werden.

Zu­nächst sind äußerlich anzuwendende ­Präparate (Cremen, Gele, Lösungen und Salben) die Mittel der Wahl. Sollte sich die Akne nicht hinreichend bessern, kommen Antibiotika zum Einnehmen infrage. Grundsätzlich ist es wichtig, dass sich der Akne-Patient an die vereinbarte Dosierung und Behandlungsdauer hält, da sonst Antibiotika-Resistenzen gefördert werden.

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