KONSUMENT.AT - Pulsmessgeräte - Testkriterien

Pulsmessgeräte

Für optimales Training

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KONSUMENT 5/2011 veröffentlicht: 20.04.2011

Inhalt

Testkriterien

In einem internationalen Gemeinschaftstest unter Federführung der Stiftung Warentest wurden 18 Herzfrequenz- und Pulsmessgeräte untersucht.

Funktion

Herzfrequenzmessungen: Sieben Probanden (vier Männer, drei Frauen) im Alter von 17 bis 62 Jahren benutzten die Pulsmessgeräte während eines Leistungsstufentests auf einem Fahrradergometer und einem Crosstrainer. In regelmäßigen Abständen wurden die Herzfrequenzmessungen der Pulsmessgeräte mithilfe eines EKG-Monitors bestimmt. Zusätzlich wurden die Brustgurte beziehungsweise die Ableitungen mit einem Herzfrequenzsimulator verbunden und die Genauigkeit der Pulsmessgeräte an verschiedenen Sinusrhythmen zwischen 30 und 240 Schlägen pro Minute überprüft.

Batterielaufzeit: Hier wurde die errechnete Lebensdauer der Batterien im Brustgurt und in der Uhr aus der Messung der minimalen Batteriespannung und des Energieverbrauchs innerhalb einer Stunde Dauerbenutzung bewertet.

Robustheit: Umfasst a) die Störsicherheit gegen elektromagnetische Einwirkungen: Dazu wurden mit allen Geräten Herzfrequenzmessungen in der Nähe von Oberleitungen von Straßenbahnen und Eisenbahnen, elektrischen Weidezäunen und Mobiltelefonen sowie in unmittelbarer Nähe anderer Pulsmessgeräte durchgeführt, sowie b) die Haltbarkeit: Kratzfestigkeit des Displays, Wasserdichtigkeit unter der Belastung von einem Meter Wassersäule und die Waschbeständigkeit der Brustgurte, Stabilität der Verschlüsse, maximal mögliche Entfernung zwischen Brustgurt und Uhr.

Handhabung

Neun Probanden überprüften bei allen Herzfrequenzmessern die Gebrauchsanleitung auf Vollständigkeit, Verständlichkeit und Klarheit. Sie beurteilten den Tragekomfort der Brustgurte und der Uhren am Handgelenk, weiters prüften sie das Display und die Anzeigen der Uhren.

Bedienen: unter anderem die Benutzung beim Joggen beziehungsweise Fahrradfahren, die intuitive Bedienung, der Speicheraufruf, die Bedienung der Uhr und der Batteriewechsel.

Vielseitigkeit

Mit einem gewichteten Punkteschema wurden unter anderem Fitnessfunktionen, Trainingszonen, Speicher, Streckenaufzeichnungsfunktionen, Geschwindigkeitsmessungen, Befestigungsmöglichkeiten und PC-Schnittstelle bewertet.

Schadstoffe

Im Schadstoffurteil wurden die Uhrarmbänder und Brustgurte auf polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) angelehnt an ZEK 01.2-08, auf Phthalate (Weichmacher) und Chlorparaffine untersucht.

Bewertung

Wertung: 3 von 5 Sternen
7 Stimmen

Kommentare

  • Smartphone
    von REDAKTION am 04.05.2011 um 14:50
    Zu Smartphones als Pulsmesser-Ersatz liegen uns leider keine Untersuchungsergebnisse vor. Ihr Konsument-Team
  • Smartphone als Alternative zu Pulsmessgerät?
    von Preisi am 03.05.2011 um 15:05
    Ist ein Smartphone als Alternative zu Pulsmessgeräten zu empfehlen? Ich habe die Applikation Runtastic im Internet gefunden die für alle aktuellen Smartphone Betriebssysteme funktioniert. Für das iPhone werden sogar für Sportarten wie Nordicwalken, Radfahren und Wintersport angeboten. Neben der Gratis Runtastic lite Version gibt es auch eine Pro Version mit der es möglich ist, einen speziellen Brustgurt von Polar oder Wahoo anzusteuern. Der Funktionsumfang der Software entspricht der eines hochpreisigen Pulsmessers. Sind die Messung der Herzfrequenz und der Funktionsumfang gleichwertig wie die der Pulsuhren? Nachdem immer mehr Leute Smartphones verwenden, wäre dieses System eine echte Alternative zu den klassischen Pulsmessern.