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Radbekleidung

Abfahren auf Kunstfaser

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Konsument 4/1999 veröffentlicht: 01.04.1999

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Chemiefaser liegt im Trend

Baumwolle war wegen der guten Saugfähigkeit eines der beliebtesten Materialien. Sie kann etwa 20 Prozent ihres Eigengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen und gibt sie nur sehr langsam wieder ab.
Kann der Schweiß nicht verdunsten, droht durch die Überhitzung des Körpers im schlimmsten Fall ein Kreislaufkollaps. Und legt man nach intensiver physischer Anstrengung eine Pause ein, kann es zum sogenannten Chill-Effekt kommen. Der in der Kleidung gespeicherte Schweiß läßt das Material wie eine zweite kalte, klamme Haut am Körper kleben. Verdunstet die Flüssigeit, kühlt der Körper immer mehr ab.
Funktionelle Synthesefasern können den Schweiß zwar nicht aufnehmen, jedoch sehr schnell von der Haut nach außen weitergeben, wo er verdunstet. Synthetische Microfasern bestehen aus Millionen Einzelfasern, die zu einem Faden verbunden werden. Die Kapillarkräfte in den Zwischenräumen sorgen für den Abtransport der Körperfeuchtigkeit an die Außenseite.
Dadurch werden zwei wichtige Funktionen von Sportbekleidung erfüllt: Einerseits die Haut trocken zu halten und den Körper vor Überhitzung zu bewahren, andererseits Schutz vor dem Chill-Effekt.
Gewisse Stellen, etwa der Rückenteil bei den Latzhosen, sind verstärkt. Das soll die dort stärkere Schweißentwicklung ableiten. Außerdem wärmt die dickere Schicht und verhindert Verkühlungen im Nierenbereich. Ebenso gibt es Verstärkungen zum Schutz der Kniegelenke.
Hosen für Allwetterradler haben Windstopper im Genital- und Kniebereich oder auf der gesamten Vorderseite eingearbeitet, zum Beispiel in Form einer GoreTex-Membrane. Schweiß wird dampfförmig durchgelassen, aber Regen und Wind nicht. Für Radfahrer, die auch bei starkem Wind ihren Drahtesel besteigen, sind diese „Downhill-Hosen“ sehr zu empfehlen. Für die kühlere Jahreszeit sind auch Anzüge mit Wärmefutter erhältlich.

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