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Radbekleidung

Abfahren auf Kunstfaser

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Konsument 4/1999 veröffentlicht: 01.04.1999

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Komplizierter Schichtaufbau

Je nach Hersteller zeichnen sich die einzelnen Polsterungen durch mehr oder minder aufwendigen Schichtaufbau aus: Ein Beispiel wäre ein Microfaservlies, darauf eine dünne Schaumstoffauflage, ein erneutes Microfaservlies und als Abschluß ein Gewirke aus Microfasern mit glatter oder leicht aufgerauhter flanellartiger Oberfläche. Alle Variationen haben dank der Microfaser eine gute Atmungsqualität. Eine Ausnahme von dieser High-Tech-Bekleidung fanden wir in Form einer ganz gewöhnlichen Baumwollbermuda mit Lederpolsterung.
Da Menschen anatomisch sehr unterschiedlich gebaut sind, ist es aufgrund der Vielfalt des Angebotes unmöglich, ein einheitliches Urteil abzugeben. Das Beste: anziehen und ausprobieren. Gewöhnungsbedürftig dürften die Hosen jedoch sein. Die Polsterung fühlt sich im ersten Moment wie eine riesige Windeleinlage an. Dieses Gefühl schwindet, sobald man sich auf sein Fahrrad schwingt. Ganz wichtig ist, daß die Hose genau paßt, sie darf auf keinen Fall zu groß sein. Sonst kann es zu unangenehmem Reiben kommen.
Alle Hersteller empfehlen, die Hosen ohne Unterwäsche zu tragen. Diesen Rat sollten vor allem Radfahrerinnen auf keinen Fall befolgen. Da die meisten Polsterungen antibakteriell ausgerüstet sind, können dadurch die Milchsäurebakterien in der Scheide abgetötet werden. Damit wird Infektionen Tür und Tor geöffnet.

Typische Unisex-Polsterung für den Po (1), Y-Progetto von Castelli (2), Polsterung für Damen von Löffler (3) und für Herren, ebenfalls Löffler (4)

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