Reise Service Deutschland

Werbefahrt nach Kreta

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KONSUMENT 5/2018 veröffentlicht: 26.04.2018

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Der Reise Service Deutschland verkauft Bildungs- und Erlebnisreisen zu günstigen Preisen. Bei manchen Angeboten muss man sich auf Verkaufsveranstaltungen wie bei einer Werbefahrt einstellen.

Günstige Angebote

Das Angebot des Reise Service Deutschland (RSD) macht Lust: acht Tage Kreta inklusive Hin- und Rückflug, Übernachtungen in „ausgewählten 4- bis 5-Sterne-Hotels“ mit Halbpension, dazu ein attraktives Ausflugsprogramm, alles zusammen für unter 500 Euro. Christa S. (Name der Redaktion bekannt) überlegt nicht lange und bucht für sich und eine Freundin.

Ende Jänner 2018 ist der Abflug aus Wien und zunächst verläuft alles zur Zufriedenheit der beiden Touristinnen. Doch dann geht es wie im RSD-Prospekt beschrieben, in ein Schmuckatelier, wo die Reisegruppe in die „große Handwerkstradition Kretas“ eingeweiht werden soll.

Verkaufsveranstaltung

Dort sehen sich die Besucher mit einer Verkaufsveranstaltung konfrontiert. In räumlich beengten Verhältnissen wird Christa S. zum Erwerb von Schmuck gedrängt. Sie leistet eine Anzahlung in Höhe von 850 Euro. Zu Hause schaut sie sich die Rechnung genau an. Entsetzt stellt sie fest, dass darauf nicht, wie mit dem Verkäufer vereinbart, 11.000 sondern 17.000 Euro vermerkt sind.


Dieser Artikel entstand im Rahmen der „Action 670702 – ECC-NET AT FPA“, für welche das Europäische Verbraucherzentrum Österreich Förderungen aus den Mitteln des Verbraucherprogramms der Europäischen Union (2014–2020) erhält.

 

 

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Bewertung

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2 Stimmen

Kommentare

  • Reisen mit RSD
    von waldmaegdelein am 28.04.2018 um 16:01
    Ja,bei allen bisher gebuchten RSD Reisen waren die üblichen 3 Aufenthalte in den Schmuck-, Teppich- und Ledermanufakturen dabei. Und natürlich stürzen sich die Verkäufer auf die potentiellen Kunden. Doch wenn man genauso hartnäckig dabei bleibt, weder etwas anschauen und schon gar nicht etwas kaufen zu wollen, dann lassen sie einen ziehen.Eine gute Ausrede ist in jedem Fall, dass man weder Pelz,Leder noch Schmuck trage und gegen Wolle allergisch sei.....
    Mit den Reisen an sich und vor allem den ausgezeichneten Reiseführern waren wir immer hoch zufrieden, denn das Preis-Leistungsverhältnis stimmt einfach.
  • Differenzierte Kritik an RSD Rundreise nach Marokko mit Verlängerungswoche (1. - 15. 4. 2018)
    von Kassandra2 am 28.04.2018 um 14:30
    Zuerst das Positive: Bis auf den ungewohnten Umstand, dass es auf dem Hinflug nach Marrakesch trotz (von manchen Reiseteilnehmer/innen sogar mit Kosten verbundener) vorheriger Sitzplatz-Reservierung schlußendlich doch keine reservierten Sitzplätze gab, ist die wie geschmiert funktionierende Logistik des RSD, der immerhin -zigtausende Kunden in europäischen und nicht-europäischen Ländern herumschiebt, bemerkenswert! - Die Rundreise verlief erwartungsgemä zu meiner Zufriedenheit, was erfahrungsgemäß weitgehend von der Kompetenz des/der Reiseleiters/in in vielen relevanten Belangen abhängt. Die Gruppe, mit der ich unterwegs war, hatte diesbezüglich Glück.

    Auch das Preis-/Leistungsverhältnis stimmt beim RSD im großen und ganzen. Wem der Massenbetrieb nicht paßt, der muß halt mehr Geld hinblättern; und daß zu dem niedrigen Ausgangspreis aufgrund der "exklusiven Einladung für Stammkunden" € 249,-) in Salami-Taktik noch allerhand dazukommt, ist ja wohl jedem/jeder, der/die rechnen kann, auch von vornherein klar.

    Was die obligatorischen Verkaufsfahrten (Schmuck, Teppiche, Ledererzeugnisse) anbelangt, ärgert mich die dadurch verlorene Zeit. Der Druck, der von den dort auf die Reisenden angesetzten Verkäufern ausgeübt wird, ist tatsächlich massiv und verläuft nach einem etwa immer gleichem Muster: jeweils zwei Verkäufer nehmen präsumtive "Opfer" bzw. welche ihnen als solche besonders geeignet erscheinen, in die Zange und versuchen sie vom Rest der Gruppe zu isolieren. Das setzt, wie ich beobachten konnte, psychisch labilen Menschen sehr zu und es kam mehrfach zu Kaufabschlüssen, die im nachhinein bereut wurden. - Die RSD-Reisen scheinen überwiegend von älteren bis alten
    Menschen gebucht zu werden, und das führt zu meinem nächsten Kritikpunkt:

    Das uns aufgezwungene "Geschenk" der Verlängerungswoche (ohne die die Reise nicht gebucht werden konnte) führte uns in das Hotel "Sangho", ca. 20 km von Marrakesch entfernt: 7 Übernachtungen mit Frühstück "im 4-Sterne-Traumhotel", was zu einem zu bezahlenden Zusatzpaket für Mittag- und Abendessen führte, wenn man das wünschte; inklusive (auch alkoholischen) Getränken, die zu den Mahlzeiten, aber auch von morgens bis 23 Uhr abends an einer Bar konsumiert werden konnten. - Das taten einige der Reisetelnehmer/innen dann auch...!

    Das Hotel "Sangho" ist (bis auf einen abartig hässlichen Grottenbahn-artigen riesigen Aufbau rund um den Pool im Außenbereich eine an sich schöne, aber dringend renovierungsbedürftige Anlage (Sanitärbereich). Das viele Auf und Ab von Stiegen und Stufen bereitet allerdings den gar nicht so wenigen gehbehinderten Reiseteilnehmer/innen Probleme. Es gab auch Stürze mit Folgen. In einer vom RSD eingeforderten Kritik bezeichnete ich dieses Hotel aufgrund der beobachteten Altersstruktur der Reiseteilnehmer/innen im ersten noch frischen Ärger als ein "nicht behindertengerecht ausgestattetes Altersheim". Ich (selbst 77 Jahre alt) will aber natürlich nicht Alte-Menschen-Bashing betreiben.

    Im großen und ganzen: Ich würde durchaus wieder mit dem RSD reisen - allerdings nie mehr eine Reise mit dem mir aufgezwungenen "Geschenk" einer Verlängerungswoche buchen und (wenn mich das Reiseziel an sich interessiert) die wohl in der Preiskalkulation des RSD mit eingerechneten Verkaufsfahrten, die für mich Zeitverschwendung sind, aber keine Verführung beinhalten, "aussitzen".

    Mag. Helga Ranzinger
    1190 Wien
  • Meine (schlechten) Erfahrungen mit RSD
    von Mystery-Guest am 26.04.2018 um 17:48
    Bei den Verkaufsveranstaltungen, zu welchen RSD seine Kunden verpflichtet, sind wir - meine Frau und ich - immer standhaft geblieben, obwohl wir sehr bedrängt wurden. Aber, die Reiseleiter vor Ort sind an den Umsätzen beteiligt (Provision) und wenn wenige Kunden kaufen, dann kann es schon passieren, das man beschimpft wird. Bei unserer Kreta Reise im Jänner 2018 wurden wir in schlechte Hotels geführt, die nicht dem zugesagten Standard entsprochen haben und zum Teil sogar unfallgefährdend waren. Es ist jedem freigestellt mit RDS zu verreisen oder auch nicht. Wir haben uns für das Nicht, für nie wieder entschieden.
Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo