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Reisebeschwerden bei Pauschalreisen

Geld für Urlaubsärger

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Konsument 9/2008 veröffentlicht: 22.08.2008, aktualisiert: 28.08.2008

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Forderung nach Preisminderung

Anhaltspunkte gibt die sogenannte „Frankfurter Liste“. Sie beinhaltet jene Prozentsätze, die nach der Judikatur eines Frankfurter Reiserechtssenates für die typischen Mängel als angemessen erachtet wird. Auch die österreichischen Gerichte orientieren sich an dieser Liste. Im Einzelfall können aber auch andere Prozentsätze zur Anwendung kommen.

Schadenersatz

Trifft den Reiseveranstalter oder seine Erfüllungsgehilfen am verpatzten Urlaub gar ein Verschulden, dann steht neben der Gewährleistung auch Schadenersatz zu. Beispiel: Wenn also ein verdorbenes „All-Inclusive-Buffet“ Brechdurchfall und Bettruhe bringt, statt dass man den erhofften Urlaub genießen kann, dann hat man auch Anspruch auf Schadenersatz für Heilungskosten und Schmerzengeld. Wichtig ist in solchen Fällen die umfassende Dokumentation des Ausmaßes der Erkrankungen (Liste der erkrankten Urlauber in der Anlage) und die Dokumentation des eigenen Krankheitsverlaufes (ärztliche Atteste, Stuhlproben ...).

Entgangene Urlaubsfreude

Seit 1.1.2004 sind auch immaterielle Schäden für entgangene Urlaubsfreude zu ersetzen. Wenn die Reise zur Gänze oder doch weitgehend vereitelt wird, kann auch in Österreich nunmehr Ersatz in Geld für entgangene Urlaubsfreude geltend gemacht werden. Grober Richtwert: 50 bis 70 Euro pro Tag und Person.

Geld, nicht Gutschein

Bei Preisminderung ebenso wie bei Schadenersatz haben Sie Anspruch auf Geldersatz, Sie müssen sich nicht mit einem Gutschein abspeisen lassen

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