Reisezahlungsmittel

Nicht alles auf eine Karte

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Konsument 5/2003 veröffentlicht: 06.05.2003

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Aus Sicherheitserwägungen und weil Karten immer beliebter werden, sind Scheine und Münzen nur in Kleinmengen aktuell. Beim Wechseln von Bargeld fallen Spesen an. Fixe Prozentsätze sind also ungünstig. Im Allgemeinen werden 1,5 Prozent vom Betrag, mindestens aber 3,63 Euro verrechnet. Hier empfehlen sich BAWAG (keine Mindestgebühr, nur 1 Prozent Wechselprovision!), Oberbank (0,73 Euro Mindestgebühr) und Erste (bis 150 Euro Fixbetrag 2,18 Euro). Besitzer einer ÖBB-Vorteilscard fahren günstig mit der Verkehrskreditbank (zu finden auf heimischen Bahnhöfen): ein Spesensatz von 0,5 Prozent mit minimalen Mindestgebühren.

Keine amtlichen Kurse mehr

Spesen können Sie vergleichen. Der Wechselkurs, den Ihnen die Bank verrechnet, wird jedoch zum Glücksspiel. Es gibt keine amtlichen Kurse mehr, jede Bank legt die Kurse selbst fest. Bei unserer Erhebung stellten wir Differenzen bis zu 4,5 Prozent zum günstigsten Wechselkurs fest. Wer am 18. März bei der Bank für Tirol und Vorarlberg 100 Euro in kroatische Kuna wechselte, erhielt dort 721 Kuna. Bei der BA-CA hätte man 753 Kuna erhalten. (Die Wechselgebühren sind hier noch nicht berücksichtigt!) Bei größeren Beträgen muss man also mehrere Banken abklappern, will man beim Wechseln einen Vorteil lukrieren. Auch stimmen die ausgehängten Kurse nicht immer mit den tatsächlich verrechneten überein.

Mit Euro in der Türkei bezahlen

Mitunter kann es günstiger sein, erst im Urlaubsland zu wechseln. Auch dazu sollten Sie vorab Informationen einholen. Vielleicht können Sie sich den Geldumtausch überhaupt sparen. Zum Beispiel in der Türkei. Auch wenn das Land nicht zum Euro-Raum gehört, ist die europäische Gemeinschaftswährung zumindest in Fremdenverkehrsgebieten als Zahlungsmittel gern gesehen.

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