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Konsument 08/2001

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Konsument 8/2001 veröffentlicht: 01.08.2001

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Kreditklauseln
Aufrundungsautomatik

Seit 1. März 1997 verwenden Geldinstitute bei Kreditverträgen nachvollziehbare Zinsgleitklauseln, das heißt: Die Zinsen müssen nach vorgegebenen Kriterien gesenkt oder angehoben werden. Viele dieser Klauseln haben dennoch einen Haken: nämlich dann, wenn vorgesehen ist, dass bei jeder Zinsänderung auf den nächsten Achtelprozentpunkt aufgerundet wird. Damit kassiert die Bank bei einem Kredit über eine Million Schilling in zehn Jahren immerhin 100.000 Schilling mehr, als wenn korrekt („kaufmännisch“) gerundet würde. Wir halten diese Klauseln für gesetzwidrig und haben die Bank Austria mit Unterstützung des Justizministeriums auf Unterlassung geklagt. Wenn Sie eine solche Aufrundungsklausel in Ihrem Kreditvertrag finden: Weisen Sie Ihre Bank per eingeschriebenem Brief darauf hin, dass Sie sich hinsichtlich aller Kontoabschlüsse die rechtliche Prüfung und Rückforderung zu viel verlangter Zinsen ausdrücklich vorbehalten und dass Sie daher die Abrechnung der Bank ausdrücklich nicht anerkennen. Von P.S.K. und Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien gibt es Zusagen, trotz der Klauseln nicht in diesem Sinne zu rechnen.

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