KONSUMENT.AT - Ski: All-Mountain-Modelle - Modelle um die 500 Euro

Ski: All-Mountain-Modelle

Unterwegs auf allen Pisten

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Konsument 11/2010 veröffentlicht: 12.10.2010

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Modelle um die 500 Euro

Unsere insgesamt 12 Testerinnen und Tes­ter haben sich diesmal 13 All­-Mountain­-Modelle der gehobenen Preisklasse an die Füße geschnallt – empfohlener Verkaufs­preis um die 500 Euro.

Genauer gesagt be­kommt man dafür ein Set, bestehend aus Ski und darauf abgestimmter Bindung. Wobei abgestimmt unter anderem bedeu­tet, dass die Bindung ausschließlich mit dem in den Ski integrierten Aufnahme­system des jeweiligen Herstellers kompa­tibel ist. Natürlich kann man die Sinn­haftigkeit einer solchen Vorgangsweise grundsätzlich hinterfragen.

Aber wir wollen auch nicht die Vorteile verschweigen, die vor allem darin liegen, dass Sie bei jedem Skikauf eine neuwertige Bindung dazu­bekommen und dass die Ski unversehrt bleiben, weil nicht mehr gebohrt werden muss. Auch die Mitarbeiter im Fachhandel tun sich natürlich leichter, weil die Bindung exakt im Aufnahmesystem sitzt und die Einstellungen großteils ohne Werkzeug vorgenommen werden können.

Einige Ausreißer

In technischer Hinsicht liegen die geteste­ten Ski – ihrer Preisklasse entsprechend – qualitätsmäßig eng beisammen. Fischer, Blizzard und Dynastar wiesen nach unse­rem (nicht zimperlichen) Aufpralltest an den Enden zwar leichte Risse auf, waren aber immer noch problemlos fahrbar, ohne sich aufzulösen.

Beim Nordica­ Modell war die Kantenhöhe an der Grenze des Akzep­tablen. Nach einigen Skiservices mit  Kantenschliff, die ja aus Komfort­ und Sicherheitsgründen bei Bedarf auch mehr­mals pro Saison durchgeführt werden soll­ten, wird nicht mehr viel Reserve übrig bleiben.

Praktische Prüfung

Größeres Gewicht legten wir bei der Bewer­tung auf die praktische Prüfung, wo die Ski bei den Damen wie bei den Herren glei­chermaßen bestehen mussten. Doch es gelang nicht allen. Speziell am Dynastar schieden sich die Geister (und das nicht nur wegen des an die Vierzigerjahre er­innernden Retro­-Designs).

Die Damen konnten sich in keinem Bereich für ihn er­wärmen, aber auch die Herren kritisierten die mangelnde Laufruhe und den not­wendigen hohen Krafteinsatz. Andererseits empfanden sie den Ski beim sportlichen Fahren auf nicht präparierten Pisten als „gut“. Dort zeigte der an vorletzter Stelle gereihte Rossignol seine Schwächen und konnte dem All­-Mountain-Anspruch somit nicht ganz gerecht werden.

Insgesamt betrachtet liegen die Testkandi­daten auch in der praktischen Prüfung recht eng beisammen, sodass nicht nur die beiden „sehr guten“, sondern auch die vielen „guten“ Modelle für den nächsten Skiurlaub infrage kommen.

Bewertung

Wertung: 3 von 5 Sternen
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